Wien geht (fast) alle Lockerungen mit

Mediengespräch von Bürgermeister Michael Ludwig mit Gesundheitsstadtrat Peter Hacker und Direktor Michael Binder zur Covid-Auffrischungsimpfung

Obwohl täglich neue Rekorde an Neuinfektionen verzeichnet werden, beschloss der Bund eine Lockerung der derzeitigen Maßnahmen. So sollen etwa ab 5. Februar die Lokale bis Mitternacht offenhalten dürfen, auch sollen die 2G-Beschränkungen schrittweise fallen. Bürgermeister Michael Ludwig äußerte sich vorab kritisch gegenüber den angekündigten Lockerungen. Nach Beratungen mit dem Wiener COVID-Krisenstab tragt die Bundeshauptstadt die gelockerten Maßnahmen mit. Unter anderem dürfen die Wiener Gastronomen bis Mitternacht geöffnet haben.

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„Pandemie noch nicht vorbei“

Seit Beginn der Pandemie hört Bürgermeister Michael Ludwig auf seinen eigenen COVID-Beraterstab. Mit diesem hat er auch am 3. Februar über die angekündigten Lockerungen der Bundesregierung zu diskutieren. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei“ so Bürgermeister Michael Ludwig. Er verweist auf die Zahlen, die Wiener Spitäler befinden sich auf Stufe Sechs von Acht. Damit sei die Situation zwar schwer „aber beherrschbar“. Vor allem sei die Lage derzeit für das Personal in den Spitälern schwierig. Neben steigenden Patientenzahlen, erkranken auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spitäler. Somit kommt es zu Ausfällen, die Kolleginnen und Kollegen ausgleichen müssen.

Für bundeseinheitliche Regeln

„Ich war von Beginn der Pandemie für bundeseinheitliche Regelungen“ erklärte Bürgermeister Michael Ludwig. Und betonte, wie wichtig parteiübergreifende und faktenbasierte Entscheidungsprozesse in der Pandemie seien. Nach Beratungen mit seinem Krisenstab, Gesundheitsstadtrat Hacker und Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr, werden die bundesweiten Lockerungen großteils mitgetragen.

Sperrstunde bis Mitternacht

Die Sperrstunde wird auch in Wien von 22:00 auf 24:00 Uhr verlängert. Bei Zusammenkünften ohne festen Sitzplätzen sind künftig 50 Personen erlaubt. Hier gilt 2G mit Maske, auch bei Veranstaltungen mit festen Plätzen wird 2G samt Maske gelten. Somit fällt in Wien die 2G+ Regel. Weiter fällt die 2G-Regel im Handel, die Maske bleibt weiterhin.

Im Unterschied zur bundesweiten Lockerung bleibt Wien bei der 2G-Regel in der Gastro. Bundesweit gilt ab 19. Februar die 3G-Regel.

Kostenlose Test sollen bleiben

Bürgermeister Michael Ludwig möchte weiterhin das kostenlose und gut ausgebaute Testsystem erhalten. Denn schwere Verläufe können damit verhindert werden, da mit breitflächigen und kostenlosen Testkonzepten Infektionen frühzeitig erkannt werden können. Ludwig ruft nochmals die Bevölkerung auf, das Impfangebot der Stadt zu nutzen. Nur eine Impfung könne schwere Verläufe und Long Covid verhindern.