Wien konkretisiert Corona-Regeln für den Sommer

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Im Rahmen einer Pressekonferenz im Arkadenhof des Wiener Rathauses teilte der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig die weiteren Corona-Regeln im Kampf gegen die Pandemie der Stadt mit.

„Die Gesundheitskrise ist noch nicht vorbei“, warnt Bürgermeister Ludwig und blickt auf die erschreckende Dynamik rund um das Voranschreiten der Delta-Mutante des COVID-19-Virus. Zwar seien die derzeitigen Rahmenbedingungen im Umgang mit der Pandemie erfreulich, denn der Sommer verringert das Infektionsgeschehen – „jedoch macht das Virus keine Ferien“, so Ludwig. Erschreckend seien vor allem der Blick ins Ausland: Staaten, die relativ günstige Zahlen hatten, weisen nun wieder eine starke Zunahme an Infizierten vor.

Die Mutante ist deutlich infektiöser und auch Ansteckungen im Freien treten häufiger auf, darauf weisen Ansteckungszahlen nach Großereignis – wie zum Beispiel die EURO 2020 – hin.

Verschärfte Corona-Regeln

Daher bestreitet der Bürgermeister im Einklang mit Expertinnen und Experten einen anderen Weg als die Bundesregierung. Ziel der Maßnahmen ist es, eine Situation wie im Herbst 2020 zu vermeiden. Denn bis zur Vollimmunisierung der Wiener Bevölkerung gefährdet das Virus die Gesundheit der Wienerinnen und Wiener. Bürgermeister Ludwig appelliert nochmals an die Wienerinnen und Wiener die COVID-19-Schutzimpfung wahrzunehmen, denn „nach wie vor ist das beste Mittel gegen die Krankheit die Impfung.“

Tests

Ab 1. Juli gelten für getestete Personen nur mehr PCR-Tests und „kontrollierte“ Antigentests als Testnachweis. Die Antigen-Selbsttests verlieren als Zutrittstest ihre Gültigkeit. Das bedeutet, dass die Antigen-Tests nurmehr unter Aufsicht wie zum Beispiel in Teststraßen oder Apotheken für den Besuch von Gastro und Co. erlaubt sind. PCR-Tests von „Alles Gurgelt“ bleiben weiterhin gültig.

Testpflicht für 6 bis 12 Jährigen


Ab 1. Juli gilt eine Testpflicht für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren für den Zutritt zu Bädern, Veranstaltungen und Restaurants. Argumentiert wird diese Vorgehensweise mit dem ferienbedingten Verlust der regelmäßigen Tests in den Schulen.

Registrierpflicht

Um weiterhin ein gutes und umfassendes Contact-Tracing zu gewährleisten, bleibt die Registrierpflicht in den Wiener Gastronomiebetrieben bestehen. Weiters wird es wie bisher zu stichprobenartigen Kontrollen über die Kontrollpflicht der Gastronomen von Vier je vierköpfigen Teams geben. Diese kontrollieren dabei nicht die Gäste, sondern die Gastronomen über das Einhalten aller notwendigen und geltenden Maßnahmen.