Versorgungssicherheit: Spatenstich das Umspannwerk West

©David Bohmann

„Die Wiener Netze tun als Stromnetzbetreiber für Wien und das Umland alles, damit die Energiewende gelingt. Die Erneuerung und der Ausbau der Umspannwerke ist dabei ein wichtiger Puzzlestein. Nur mit zeitgerechter Investition und vorausschauender Planung kann die hohe Versorgungssicherheit, die wir hier in Wien genießen, erhalten bleiben“, betont Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke beim heutigen Spatenstich für die Erneuerung des Umspannwerks West in Hietzing.

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Schritt für Schritt in Richtung sichere Energiewende

„Das Umspannwerk West ist essenziell für die Stromversorgung der Wienerinnen und Wiener sowie für die Anbindung an das überregionale Versorgungsnetz der APG. Deshalb freuen wir uns besonders, dass wir den Bau unserer Schaltanlagen Hand in Hand abwickeln können“, sagt Wiener Netze-Geschäftsführer Gerhard Fida.

Gerhard Christiner, technischer Vorstand Austrian Power Grid: „Mit diesem Gemeinschaftsprojekt wird ein wichtiger Schritt gesetzt, um die Netzinfrastruktur für die sichere Transformation des Energiesystems resilient zu machen. Nur wenn wir derartige Projekte zeitnah und schnell umsetzen, können wir die Energiewende schaffen bzw. Versorgungssicherheit auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene gewährleisten. Projekte zu realisieren, ist das einzig wirksame Medikament, um die Energiewende versorgungssicher umzusetzen.“

Die Schaltanlage bekommt ein Dach über den Kopf

Die neue Anlage ist für den steigenden Strombedarf der Kunden in Wien und Umgebung ausgelegt und entsteht im Gegensatz zur bestehenden Anlage nicht im Freien, sondern wird als kompakte Schaltanlage in einem Gebäude untergebracht. „Wir haben uns bei der Planung entschieden, die beiden 110 Kilovolt-Schaltanlagen — sowohl unsere als auch die der APG —in einem Gebäude zusammenzuführen. Diese neue Schaltanlage ist unabhängig von Wettereinflüssen, kompakter und leistungsfähiger als die bisherige Infrastruktur. Die Betriebsführung obliegt den Wiener Netzen und ist günstiger als der Betrieb zweier separater Schaltanlagen“, erklärt Wiener Netze-Geschäftsführer Gerhard Fida.

In dem Neubau ist auch Platz für die bestehende Mittelspannungsanlage am Gelände. „Nach Bau und Inbetriebnahme der beiden 110kV-Schaltanlagen wird auch die Mittelspannungsanlage in dem neuen Gebäude untergebracht“, führt Fida aus. Auch auf die Biodiversität am Gelände wird geachtet: begrünte Fassaden und ein Gründach sind mittlerweile Standard bei den Wiener Netzen und Bestandteil jedes neuen Bauvorhabens.

Insgesamt sind für die Erneuerung des Umspannwerks West 16 Millionen Euro notwendig. Die neue Schaltanlage soll 2025 in Betrieb gehen und die vorhandenen Anlagen ablösen.

v.l.: Gerhard Christiner (APG), Stadtrat Peter Hanke, Geschäftsführer Gerhard Fida (Wiener Netze) | ©David Bohmann