Zwei blaue Wasser-Bims zum 150-Jahre-Jubiläum!

Fototermin "150 Jahre Wiener Wasser - Bim" mit StR. Jürgen Czernohorszky und Paul Hellmeier, Abteilungsleiter Wiener Wasser.

Ab heute dürfen sich die Wiener die Augen reiben, wenn sie wasserblaue Straßenbahnen durch die Straßen gondeln sehen. Ja, es ist wahr: Zwei Wasser-Bims feiern Jubiläum.

Und zwar ein Großes: Die erste Wiener Hochquellenwasserleitung ging vor genau 150 Jahren in Betrieb. Seit 1873 fließt das frischeste Nass aus der Steiermark in unsere Leitungen. Sauberer geht’s nicht. “Das Wiener Hochquellwasser fließt seit 150 Jahren klimaneutral in die Stadt. Wer Leitungswasser trinkt statt abgefüllter Getränke, schützt das Klima im Handumdrehen“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky bei der Präsentation der Klima-Wasser-Bim.

Ein natürliches Gefälle

1873 war “Nachhaltigkeit”, also Klimaschutz, noch kein Begriff. Trotzdem ist die Wiener Wasserversorgung genau das: klimaneutral seit 150 Jahren. „Das liegt an der innovativen Bauweise der beiden Hochquellenleitungen. Der Höhenunterschied zwischen den Bergen und der Bundeshauptstadt sorgt dafür, dass Hochquellwasser mithilfe des natürlichen Gefälles – und ohne Pumpe – nach Wien fließt. Auch die Verteilung in der Stadt erfolgt gravitativ“, erklärt Wiener-Wasser-Chef Paul Hellmeier.

Klimaneutrale Energie

Das Gefälle nutzt “Wiener Wasser” nebenbei, um klimaneutrale Energie in Form von Wasserkraft zu erzeugen. 16 Kraftwerke entlang der beiden Hochquellwasserleitungen liefern jährlich rund 65 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht in etwa dem Strombedarf von Wiener Neustadt.

Hans Steiner
Chefredakteur