Mit dem offiziellen Spatenstich startete in Liesing der Bau des klimafreundlichen Wohn-Quartiers „Mona’s Liesing“. Die Bauträger WBV-GPA und Neues Leben errichten bis 2029 leistbaren Wohnraum inklusive Hallenbad und Holz-Quartierszentrum.
Das rund 115 Millionen Euro schwere Wohn- Projekt „Mona’s Liesing“ im Stadtentwicklungsgebiet „In der Wiesen“ im 23. Bezirk setzt sich aus zehn Gebäuden zusammen, die um fünf grüne Höfe angeordnet sind. Genau die Hälfte der Einheiten – 204 Wohnungen – wird als kompakte SMART-Wohnungen für Alleinerziehende, Alleinstehende und junge Familien ausgeführt. Hier liegen die Kosten bei rund 10,60 Euro pro Quadratmeter (inklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer), während die restlichen geförderten Wohnungen rund 12,30 Euro pro Quadratmeter kosten. Ergänzt wird die Anlage durch ein Wohnheim der Stadt Wien mit acht Heimplätzen sowie die Baugruppe WaLeWi mit rund 40 Wohnungen.
Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch betont: „Hier kann man live erleben, wie die weltberühmte Geschichte des Wiener Wohnbaumodells um ein weiteres Kapitel reicher wird. Denn die Stadt Wien redet nicht nur von leistbarem Wohnraum, sondern stellt auch die Weichen, damit dieser Realität wird. Gemeinsam mit den starken Partnern der gemeinnützigen Wohnbauträger wird hier soziale Verantwortung gelebt und vorgebaut.“
Hallenbad und grüner „Nationalpark Garten“
Für eine hohe Lebensqualität sorgen ein hauseigenes Hallenbad für die Bewohner sowie ein Quartiershaus in Holzbauweise mit 14 Gemeinschaftsräumen und einem Generationencafé. Da alle Pkw-Stellplätze in einer dreigeschossigen Tiefgarage an der Straße gebündelt werden, bleibt der Innenbereich autofrei.

Die unversiegelten Hofflächen werden gemeinsam mit Global 2000 als „Nationalpark Garten“ mit tief wurzelnden Bäumen und automatischer Bewässerung gestaltet. Dachterrassen mit Wintergärten und ein Shared Office runden das Angebot ab.
Bezirksvorsteher Gerald Bischof sieht darin eine große Chance: „In Liesing lässt es sich wunderbar leben. Das unterstreicht einmal mehr auch dieses Projekt. Mit seiner vielfältigen funktionalen Durchmischung, die weit über das reine Wohnen hinausgeht, bereichert es das Stadtentwicklungsgebiet ‚In der Wiesen‘ nachhaltig.“
Drei Architekturbüros und grüne Energie
Die Architektur stammt aus einem Wettbewerb und vereint die Handschriften von drei Büros: Clemens Kirsch Architektur, Illiz Architektur und Blaich + Delugan Architekten. Technisch ist das Quartier komplett autark und nutzt ein Anergienetz mit Tiefensonden, Wärmepumpen, Solarthermie und Photovoltaik.
WBV-GPA-Geschäftsführer Michael Gehbauer erklärt: „Drei Architekturbüros haben an diesem Quartier gearbeitet – bewusst, denn Vielfalt in der Gestaltung schafft Vielfalt im Wohnen. Genauso konsequent ist das Energiekonzept: Tiefensonden, Solarthermie und Photovoltaik versorgen die Wohnungen, ganz ohne Öl oder Gas. Damit zeigt ‚Mona’s Liesing‘ schon heute, wie Wohnen ohne Öl und Gas funktioniert.“
Siegfried Igler, Obmann von Neues Leben, ergänzt das ökologische Prinzip: „Wir bauen hier kein Wohnhaus, das nur bei Schönwetter funktioniert. Wir bündeln die Autostellplätze in einer Tiefgarage an der Straße, damit im Inneren des Quartiers großkronige Bäume tief wurzeln können. Das kühlt im Sommer, hält Regenwasser dort, wo es fällt, und macht die Höfe zu einem Lebensraum – für Menschen genauso wie für Tiere und Pflanzen.“
Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2029 geplant.

