Stefan Micke sei Dank! Der Schriftsteller und Hunde-Besitzer wollte die mit Scherben übersäten Wiesen in der Parkanlage nicht auf sich beruhen lassen. Und hat eine Wanne voll Glas gesammelt …
Erst hat Micke Alarm geschlagen, doch von den öffentlichen Stellen nichts gehört. “Also habe ich mich schließlich selbst ans Werk gemacht. Das “ehrgeizige”
Ziel war zunächst, 1001 Scherben einzusammeln.”

Doch dabei blieb es nicht, wie er erzählt: “Über 5000 Scherben
später denke ich, ich habe meinen Beitrag geleistet, dass einer der
schönsten Parks in Wien nicht zu einer permanenten Verletzungsfalle für
spielende Kinder, scharrende Hunde und die übrige, im Park durchaus
reichhaltige Tierwelt wird.”
Auch Hugo war dabei
Seinen nunmehr vier Monaten alten Welpen Hugo wollte er nicht zu Hause lassen: “Ein nicht unerhebliches Risiko, da ich ihn immer wieder davon abhalten musste, selbst in der Erde zu scharren und sich dabei womöglich böse die Läufe aufzuschneiden.”

So ein Scherbenhaufen
Wie es überhaupt zu dem Scherbenhaufen gekommen ist? Mitte August hat eine Baufirma gearbeitet und nichts Gutes hinterlassen. Ohne dem engagierten Anrainer wären die scharfen Nachkommen aber geblieben. “Ich bin froh, dass nichts passiert ist, aber es ist Zeit, die Fackel weiterzugeben – die nächsten 5000 Scherben
möchte dann bitte ein anderer einsammeln.”

Seines Erachtens liegt der Ball jetzt bei der MA42 (Stadtgärten). Das Scherben-Sammeln sei “ein besserer Studentenjob”, die Kosten absolut überschaubar und “sicher kein Grund, hier auf viele Jahre eine tickende Zeitbombe zurückzulassen”.

