Projekt „Gelebte Verantwortung“

Die kleinen Gärtner haben ein sehr großes Herz

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Der Landesverband Wien der Kleingärtner hat ein neues Sozialprojekt gestartet, um Mitgliedern zu helfen, die ihren Kleingarten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst pflegen können.

Der Landesverband Wien der Kleingärtner setzt ein deutliches Zeichen für den sozialen Zusammenhalt. Unter dem Motto „Gelebte Verantwortung“ hat der Verband ein neues Hilfsprojekt ins Leben gerufen. Es richtet sich an Kleingärtner, die aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen temporär oder dauerhaft nicht mehr in der Lage sind, ihre Parzellen zu bewirtschaften. “Niemand soll seinen grünen Rückzugsort verlieren, nur weil die Kräfte nachlassen.”, erklärt dabei Hanspeter Nimmerrichter, der neue Präsident des Landesverband Wien.

Praxistest im Kleingartenverein „Grünland“

Das erste Projekt wurde direkt in der Praxis umgesetzt. Im Kleingartenverein „Grünland“ übernahm auf Initiative von Hanspeter Nimmerrichter ein engagiertes Expertenteam des Landesverbandes die Arbeit in einer Parzelle, die seit Jahren nicht mehr gepflegt wurde. Der Garten war stark verwildert: Vertrocknete Sträucher, tief hängendes Totholz und Fallobst zogen Wespen an; zudem wuchsen die Pflanzen bereits über die Grundstücksgrenze auf den Vereinsweg.

Mit vollem Körpereinsatz brachte das Team das Grundstück wieder in einen Normalzustand. Es wurden Hecken geschnitten, der Rasen gemäht und Wildwuchs bodennah entfernt. Neben der spürbaren Entlastung für den betroffenen Kleingärtner stand bei der Aktion vor allem der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund. Die Beteiligten betonten, dass die gemeinsame körperliche Arbeit im Freien – als willkommener Ausgleich zum Büroalltag – das Team enger zusammenschweiße als jede reine Sitzung.

Vision für die Zukunft

Obleute der einzelnen Kleingartenvereine sind aufgerufen, soziale Härtefälle direkt an den Verband zu melden. Ein Gremium entscheidet anschließend im Team, wo als Nächstes angepackt wird.

Die Initiatoren blicken optimistisch in die Zukunft und hoffen, dass das Projekt schnell Schule macht. Das Ziel ist es, das Helfernetzwerk stetig auszuweiten. Willkommen ist jeder, der Freude an der Gartenarbeit hat und einen Beitrag zur Unterstützung der Wiener Kleingartenfamilie leisten möchte.

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