Nach einem Hochwasser saßen im 23. Bezirk tausende Kleinfische in einer tiefen Baugrube der Wiener Netze fest. Dank des raschen Einsatzes des Fischereivereins Wiental konnten die Tiere erfolgreich gerettet werden.
Im Zuge von dringenden Bauarbeiten der Wiener Netze wurden bei der Liesingbachbrücke nahe der Gerbergasse neue Rohre unterhalb des Bachbetts verlegt. Das unvorhersehbare Wetter machte den Arbeiten jedoch einen Strich durch die Rechnung.
Nicht nur ein Problem für die Arbeiter, sondern auch für die Tierwelt. Nach einem Hochwasser sammelten sich in der rund einen Meter tiefen Baugrube zahlreiche Kleinfische. Ohne rasche und unkomplizierte Hilfe von außen wären die Tiere in dem künstlichen Becken akut gefährdet gewesen
Großes Aufatmen im Bachbett
Der Fischereiverein Wiental fackelte nicht lange und führte eine groß angelegte Rettungsaktion durch. Mit vollem Körpereinsatz, Daubeln und Keschern rückten die Helfer an, um die schutzlosen Tiere aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Der Aufwand hat sich gelohnt!

Rund 5.000 Kleinfische konnten unbeschadet geborgen und wieder sicher in die Freiheit des Liesingbachs zurückgesetzt werden. Unter den geretteten Bachbewohnern befanden sich vor allem Elritzen, aber auch Aitel, Gründlinge und seltene Schlammpeitzger. Dank des ehrenamtlichen Engagements ist die Tierwelt des Wiener Bachs noch einmal mit dem Schrecken davongekommen.

