Neues Quartier Oberlaa

So wird die Baustelle für Anrainer (v)erträglicher

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Das neue Quartier Oberlaa wächst – und mit ihm die Herausforderungen für die Nachbarschaft durch die Großbaustelle. Herausforderungen, derer man sich im 10. Bezirk bewusst ist und auf die man reagiert.

Wer in diesen Tagen im südlichen Teil von Favoriten unterwegs ist, merkt schnell: Rund um die Fontanastraße in Oberlaa tut sich einiges. Das Grätzl nahe der Therme Wien und der U1-Station wandelt sich rasant, was im Alltag der Anrainer vor allem durch Absperrungen, Baufahrzeuge und Umleitungen sichtbar wird.

Hinter den Zäunen steckt ein ambitioniertes Stadtentwicklungsprojekt und das bringt viele Fragen mit sich. Das weiß im Moment wohl niemand besser als SPÖ-Bezirksrätin Kerstin Thoma. “Ich bin Anrainerin in der Fontanastraße und seitdem auch oft Ansprechpartnerin für die Nachbarschaft für alles, was vor Ort passiert.“, erzählt sie und hat für alle stets ein offenes Ohr.

„Seit die Baustelle für das neue Quartier Oberlaa Gestalt annimmt, sind die Anfragen natürlich deutlich gestiegen – einerseits, weil sich viele Anrainer darüber freuen, dass mehr Infrastruktur kommt und gerne mehr darüber erfahren möchten, andererseits aber auch, weil es berechtigte Bedenken gibt. Gemeinsam mit der Bezirksvorstehung, allen voran Marcus Franz, haben wir intensiv nach Lösungen für die Anliegen der AnrainerInnen gesucht. Das waren vor allem Gespräche mit Projektleitern, Baufirmen und AnrainerInnen.“

Einer der ersten Schritte war die Einrichtung einer Ombudsstelle bereits Anfang des Jahres. Sie ist für akute Fragen, Anliegen und Anregungen erreichbar.

Die Ombudsstelle ist hier erreichbar: https://quartier-oberlaa.at/kontakt/

Das Angebot funktioniert gut und es konnte bereits einiges umgesetzt werden. Unter anderem wurden zusätzliche Lotsen an den Baustellenausfahrten organisiert, damit Fußgänger die Straße sicher queren können.

Günstige Garage und sichere Wege

Zu weiteren Maßnahmen gehörte, dass Stellflächen am Wochenende wieder geöffnet wurden und das Parkverbot unter der Woche verkürzt werden konnte. Gerade an stark frequentierten Wochenenden bringt das zumindest etwas Abhilfe. Damit Fußgänger weiterhin sicher zur U-Bahn gelangen, wurden zusätzliche Zebrastreifen sowie barrierefreie Übergänge geschaffen.

Sicherheit hat hier Vorrang – zusätzliche Zebrastreifen sorgen dafür @ privat

Natürlich bedeutet eine Baustelle auch, dass Parkplätze wegfallen. Das ist ein Problem – und gleichzeitig eines, das nicht ganz einfach zu lösen ist. Denn freie Flächen, die tatsächlich direkt im Umfeld zur Verfügung stehen, sind sehr begrenzt. Um zumindest eine zusätzliche Möglichkeit zu schaffen, war Bezirksvorsteher Marcus Franz stark in Verhandlungen involviert, um ein exklusives Angebot in der Thermengarage für Anrainer der Fontanastraße zu ermöglichen. Mit Erfolg:

“Anrainer-Parkplätze” in der Thermengarage

In der Thermengarage stehen nun Stellplätze zur Verfügung, die unkompliziert angemietet werden können. Es gibt zwei Tarife: Variante 1 kostet 29 Euro pro Monat, Variante 2 liegt bei 69 Euro pro Monat. Bei beiden Optionen ist das Parken von 17 bis 9 Uhr inkludiert.

“Wir wissen natürlich, dass diese Option nicht für alle Anrainer geeignet ist. Sie bietet aber zumindest eine rasche, kostengünstige und unbürokratische Möglichkeit, die bereits von Einigen genutzt wird. Zudem sind die Stellplätze indoor, was Schutz vor Witterung bedeutet.”, so Thoma und führt weiter aus: “Eine Baustelle ist nie angenehm – für niemanden. Gleichzeitig ist sie temporär. Wir versuchen daher, dort Lösungen zu schaffen, wo es möglich ist, und die Belastungen für die Anrainer so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig entsteht hier gerade dringend notwendiger leistbarer Wohnraum. Die Fontanastraße und auch umliegende Grätzeln benötigen dringend Infrastruktur wie Supermärkte, Kindergarten, Angebote für PensionistInnen etc.”

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