Seit 1. Oktober steht Daniela Ecker-Stepp an der Spitze der VHS. Sie folgt auf Herbert Schweiger, der nach zehn Jahren als Geschäftsführer in den Ruhestand geht.
Ob neue berufliche Perspektiven, persönliche Weiterbildung oder Begegnungen im Grätzl: Die Wiener Volkshochschulen sind für viele Menschen eine wichtige Anlaufstelle. Diesen Weg will die neue Geschäftsführerin Daniela Ecker-Stepp fortsetzen – und dabei neue Impulse setzen.
„Dafür bleiben die Wiener Volkshochschulen ein offener Ort für alle Bewohner*innen unserer Stadt.“
…betont Ecker-Stepp. Ihr Ziel: Menschen dabei unterstützen, neue Kompetenzen zu erwerben und die Zukunft aktiv mitzugestalten.
Erfahrung im Gepäck
Die neue VHS-Chefin kennt die Organisation bestens. Seit 2017 leitete sie den Geschäftsbereich Schule mit Bildungsangeboten für jährlich mehr als 16.000 Schülerinnen und Schüler. Zuvor war sie dort bereits als pädagogische Leiterin tätig. Seit 2025 hatte sie außerdem die interimistische Direktion der VHS Wiener Urania inne und begleitete deren organisatorische Neuausrichtung.
Die studierte Historikerin, Politikwissenschaftlerin und Lehrerin möchte Bildung für Menschen in allen Lebensphasen zugänglich machen. Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler würdigt sie als erfahrene Führungspersönlichkeit, die die Organisation bestens kennt.
Lernen im Grätzl
Für Ecker-Stepp sollen die Volkshochschulen auch künftig verlässliche „Bildungsnahversorgerinnen“ bleiben. Neben dem Lernen geht es dabei um Begegnung und Zusammenhalt in den Bezirken.
Zu ihren Schwerpunkten zählen der selbstbestimmte Umgang mit digitalen Technologien, die Stärkung der Demokratie sowie Vielfalt und Inklusion. Die Angebote sollen sich an unterschiedlichen Lebensphasen orientieren und auf veränderte Bedürfnisse der Wienerinnen und Wiener eingehen.
Wie groß die Reichweite der VHS bereits ist, zeigen die Zahlen: Rund 2,4 Millionen Teilnahmen wurden in den vergangenen zehn Jahren verzeichnet. Im Jahr 2025 erreichten die Angebote rund 9,5 Prozent der Wiener Gesamtbevölkerung.
Abschied nach Jahren
Mit dem Führungswechsel verabschiedet sich Herbert Schweiger nach einem Jahrzehnt an der Spitze. In seine Amtszeit fielen die Pandemie, der Ausbau digitaler Angebote und wichtige organisatorische Veränderungen. Auch die wirtschaftliche Stabilität der VHS wurde unter seiner Leitung gestärkt.
„Die Wiener Volkshochschulen waren für mich in den vergangenen zehn Jahren weit mehr als ein Arbeitsplatz“, sagt Schweiger zum Abschied. Besonders dankt er seinen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern. Die Verantwortung übergibt er mit Zuversicht: Ecker-Stepp bringe fachliche Kompetenz, Erfahrung und Gestaltungskraft mit, um die positive Entwicklung fortzusetzen.

