Wagerl-Aufregung in der Per-Albin-Hansson-Siedlung

(C) Berger: Der Lokalaugenschein beweist: Unzählige Einkaufswagen stehen auf dem Areal herum. Das kann für Verursacher teuer werden.
(C) Berger: Der Lokalaugenschein beweist: Unzählige Einkaufswagen stehen auf dem Areal herum. Das kann für Verursacher teuer werden.

Herrenlose Einkaufswagen prägen das Bild in der Per-Albin-Hansson-Siedlung. Das sorgt für ärger bei den Anrainern – und auch für erhebliche Kosten.

Wagerl auf Abwegen

Kaum zu glauben: „2022 haben wir in Wien insgesamt 20.831 Einkaufswagen entfernt“, so eine Sprecherin der MA 48. Nicht wenige davon vermutlich in der Per-Albin-Hansson-Siedlung. „Überall, wo du hinschaust, steht so ein Wagerl herum“, meint eine Anrainerin gegenüber dem WBB. Und sie hat recht. „Leider bringen viele Kunden unsere Einkaufswagen nach dem Einkauf nicht zurück, sondern fahren damit beispielsweise bis vor die eigene Wohnungstür oder stellen sie nach Verwendung am Gehsteig ab“, erklärt das Unter­nehmen REWE auf Nachfrage.

(C) Berger: Über 20.000 herrenlose Einkaufswagen wurden in Wien entfernt.

Erhebliche Kosten

Die illegal abgestellten Wagerln werden von der Straßenreinigung eingesammelt, in die Verwahrstelle Simmering gebracht, wo sie von den Supermärkten abgeholt werden können. Das kostet je Wagen 6,50 Euro. „Zusätzlich ­werden sie mehrmals täglich von ­unseren Mitarbeitern im Umfeld des Marktes eingesammelt“, so REWE. Übrigens: Ein im öffentlichen Raum illegal abgestellter Einkaufswagen, stellt eine Ver­unreinigung gemäß dem Wiener Reinhaltege­setz dar. „Die Waste Watcher ­können dafür ein Organmandat in Höhe von 50 Euro ausstellen“, warnt die MA 48.

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