Klinik Hietzing

Frauenherzen im Fokus: Die unterschätzte Gefahr

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Man muss es direkt sagen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen. Die Klinik Hietzing steuert mit einer spezialisierten Hochrisikoambulanz und neuen europäischen Leitlinien gezielt dagegen.

Herzinfarkte oder Herzschwäche gelten in der Gesellschaft fälschlicherweise noch immer oft als reine Männerkrankheit. Die Realität sieht jedoch anders aus: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei Frauen die Todesursache Nummer eins. Dennoch werden die gesundheitlichen Probleme bei ihnen häufig viel zu spät erkannt, da sich die typischen Anzeichen oft grundlegend von denen der Männer unterscheiden.

„Wir wissen heute, dass es nicht das eine Herz-Kreislauf-Risikoprofil für alle gibt“, sagt Bernhard Haring, Vorstand der Kardiologischen Abteilung der Klinik Hietzing. „Bei Frauen müssen wir genauer hinschauen und geschlechtsspezifische Risikofaktoren und individuelle Lebensphasen stärker berücksichtigen.“

Gezielte Hilfe in der Hochrisikoambulanz

Genau hier setzt das spezialisierte Angebot im Wiener Gesundheitsverbund an. Die Kardiovaskuläre Hochrisikoambulanz der Klinik Hietzing bündelt die frühzeitige Abklärung und Behandlung unterschiedlicher Risikofaktoren wie erhöhte Blutdruck- und Cholesterinwerte, die bereits in jungem Alter individuell bewertet werden müssen.

Um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, arbeitet die Ambulanz eng und interdisziplinär mit anderen Fachrichtungen zusammen. Dazu gehören insbesondere die Abteilungen für Stoffwechselerkrankungen, Nephrologie, Gynäkologie und Neurologie. Neben innovativen Therapiemaßnahmen im Bereich der interventionellen Bluthochdrucktherapie liegt ein weiterer Fokus auf der interdisziplinären Abklärung von Lungenhochdruck.

Besonderer Fokus auf der Schwangerschaft

Eine zentrale Rolle bei der Herzgesundheit spielen die verschiedenen Lebensphasen einer Frau, in denen sich Risiken stark verändern können. Besonders die Zeit während einer Schwangerschaft erfordert eine angepasste medizinische Betreuung. Kardiovaskuläre Erkrankungen sind die häufigste nicht-geburtshilflich bedingte Todesursache bei Schwangeren und machen weltweit 33 Prozent der mütterlichen Todesfälle aus.

Im August 2025 erschien die aktualisierte europäische Leitlinie zur Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen in der Schwangerschaft, an der Abteilungsvorstand Haring maßgeblich mitgewirkt hat. Dieser patientinnenzentrierte Ansatz wird in der Klinik Hietzing konsequent gelebt. Frauen, die während der Schwangerschaft an Komplikationen wie Bluthochdruck, Präeklampsie oder Gestationsdiabetes litten, werden daher auch nach der Entbindung langfristig kardiologisch weiterbetreut.

Wer tiefer in das Thema eintauchen möchte, findet in der 46. Folge von KLINIKKOSMOS – dem Podcast des Wiener Gesundheitsverbundes – ein ausführliches Gespräch. Die Frauengesundheitsexpertin und Kardiologin Anna Raab erklärt dort im Detail, warum Herzgesundheit echte Frauengesundheit ist.

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