Nebel, Wild & Co: Diese Gefahren lauern im Herbst auf den Straßen

©Pexels, Marta Wave

Vermehrt Regen, Nebel und Dämmerung bereits zur Rushhour: Der angebrochene Herbst bringt nicht nur Abkühlung und weniger Sonnenstunden, sondern auch ein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr. Autofahrer sollten sich dessen bewusst sein und einige Dinge beachten, um sicher durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Bei Gegebenheiten wie schlechter Sicht, rutschigen Fahrbahnen und Wildwechsel gibt Jonas Boltz, Chef der digitalen Kfz-Versicherung nexible, wertvolle Tipps um sicher unterwegs zu sein und dazu, wie man im Ernstfall vorgeht.

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Das schöne Sommerwetter ist endgültig vorbei und auf den Straßen erwarten Autofahrer nun vermehrt Laub, Nässe und Bodenfrost. Doch nicht nur der Untergrund, auch die potenziell schlechtere Sicht birgt Gefahren. Nebel, Regen und die mitunter tiefstehende Sonne erschweren Lenkern die problemlose Fahrt. Worauf am meisten zu achten ist, zeigt Jonas Boltz, Geschäftsführer des InsurTechs nexible, auf. Er weist darauf hin, wie wichtig es ist, selbst gut sichtbar zu sein, die Geschwindigkeit situationsbedingt anzupassen sowie generell noch achtsamer als sonst zu sein, um auch die Fehler anderer Verkehrsteilnehmer rechtzeitig erkennen und darauf reagieren zu können. Falls es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall kommen sollte, lässt sich die Schadenmeldung über die Digitalversicherung nexible unkompliziert und rasch per Handy einreichen und abwickeln.

Besserer Schutz durch erhöhte Sichtbarkeit
Potenziellen Gefahren wie Dämmerung, Dunkelheit und unzureichender Sicht kann man im Herbst und Winter leicht entgegenwirken. „Vor allem jetzt sollte man darauf achten, Fernlicht, Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten in den richtigen Momenten einzusetzen“, verweist Boltz auf die Relevanz der individuell nutzbaren Lichter am Fahrzeug. In dem Zusammenhang ist eine voll funktionsfähige Batterie essenziell. Andernfalls könnte der Motor versagen, wenn im Winter durch Licht, Sitzheizung und Gebläse deutlich mehr Strom verbraucht wird. Auch die Nutzung der Klimaanlage ist sinnvoll, um Feuchtigkeit in der Luft zu reduzieren um beschlagene Scheiben frei zu machen. Für die beste Sicht sollten die Wischblätter der Scheibenwischer kontrolliert sowie die Scheinwerfer und die Windschutzscheibe gereinigt sein – vor allem auch auf der Innenseite, um nicht irritiert zu werden, wenn Dunkelheit Lichtreflexe auf verschmierten Scheiben hervorruft.

Geeignete Winterreifen für den richtigen Grip
Ganz besonders wichtig ist der rechtzeitige Reifenwechsel, denn von 1. November bis 15. April ist die situative Winterreifenpflicht bei winterlichen Fahrverhältnissen in Österreich gesetzlich vorgeschrieben. Dazu betont Boltz: „Eine zu geringe Profiltiefe ist nicht nur strafbar, sondern würde im Ernstfall auch für einen zu langen Bremsweg sorgen, was bei einem Unfall schwerwiegende Folgen haben könnte.“ Zudem ist auch der Zustand des Gummis nicht außer Acht zu lassen. Ist dieser zu hart, fehlt Haftung am Boden. „Wer im Winter mit der falschen Bereifung unterwegs ist, erhöht aber nicht nur die Wahrscheinlichkeit eines Verkehrsunfalls, sondern nimmt auch ein finanzielles Risiko auf sich“, warnt nexible-Chef Boltz. Denn im Falle eines vom Versicherungsnehmer verursachten Schadens ist die Haftpflichtversicherung zwar zur Leistung gegenüber dem Unfallgegner verpflichtet, wurden jedoch gesetzliche Bestimmungen missachtet, kann sich die Versicherung bis zu einem Betrag von 11.000 Euro schadlos halten und Geld vom Versicherungsnehmer zurückfordern. Im Falle eines vom Versicherungsnehmer vermeintlich unverschuldeten Verkehrsunfalls, bei dem er nicht die vorgeschriebene Bereifung an seinem Fahrzeug montiert hatte, kann der Unfallgegner darüber hinaus eine Mithaftung einwenden und der Versicherungsnehmer muss im Zweifel einen Teil seines Schadens selber bezahlen.

Belebte Waldstraßen
Doch nicht nur das Wetter stellt eine Herausforderung dar, wenn die Temperaturen sinken. Gerade im Herbst ist Wild besonders aktiv und überquert die Straßen häufiger. „Um bei Wildwechsel rechtzeitig und angemessen reagieren zu können, empfiehlt es sich, in Waldgebieten unbedingt langsamer zu fahren und auf beiden Straßenrändern Ausschau zu halten“, betont Boltz. Sich als Autofahrer durch helle Scheinwerfer sichtbar zu machen, ist kein Schutz, da die Tiere sich beim Anblick herannahender Lichter meist erschrecken und erstarren anstatt zu flüchten. Dann ist die korrekte Reaktion des Lenkers entscheidend: „Während viele den Fehler begehen und versuchen auszuweichen, ist es wichtig, schnell zu bremsen, das Lenkrad gut festzuhalten und in der eigenen Spur zu bleiben“, bekräftigt Boltz. Andernfalls kann es durch gefährliche Ausweichmanöver zu Kollisionen mit entgegenkommenden Fahrzeugen kommen.

Wenn es doch kracht
Falls es trotz aller Vorsicht zu einem Zusammenstoß kommen sollte, muss wie bei jedem Unfall die Gefahrenstelle abgesichert werden. Daher sind Equipment wie Pannendreieck und Warnweste sowie Verbandzeug für den Fall der Fälle immer mitzuführen. Ebenfalls empfehlenswert sind eine Decke und eine Flasche Wasser. Besonders zu beachten ist die Verständigungspflicht bei der Polizei oder örtlichen Jägerschaft, wenn es zu einem Wildschaden kommt. Bei jeder Art von Unfall – egal welcher Schaden entstanden ist – sollten Fotos zur Dokumentation gemacht werden. „Auch wenn man in unerwarteten Stresssituationen oft überfordert ist und einiges schnell vergisst, ist eine sachgerechte Dokumentation für den Schadennachweis unumgänglich, um den Versicherungsschaden am Auto zu erledigen“, macht Boltz aufmerksam. Die digitale Schadenmeldung nexibles ermöglicht eine schnelle Abwicklung direkt vor Ort. Denn auch wenn sich der Unfall nachts im Dunkeln ereignen sollte, kann dank des 24-Stunden-Self-Services alles rund um die Uhr eigenständig übers Smartphone erledigt werden. Dies gilt zudem auch für den Kfz-Versicherungsabschluss und diverse Vertragsänderungen.