Liesing: Einstige Fabrik wird zum Grätzlzentrum

Die Dachgleiche wird plangemäß im April 2024 erreicht. © Soravia

Das innovative Grätzlzentrum im Herzen des 23. Bezirks nimmt Form an. Zwölf Monate nach Baustart sind alle Fortschritte zur Errichtung der Fabrik1230 für Liesing exakt im Plan.

Die Älteren unter uns werden sich noch erinnern. Vor gar nicht allzu langer Zeit war Atzgersdorf im 23. Bezirk industriell geprägt. „Ich habe noch die rauchenden Schornsteine vor Augen“, so Bezirksvorsteher Gerald Bischof. Doch die Zeiten haben sich geändert. Wo einst produziert wurde entstand neuer Lebensraum. Neue Wohnungen, ein neuer Stadtpark – das einzige was blieb waren die alten Fabriksgebäude. Doch auch diese werden nach und nach mit neuem Leben gefüllt – wie die ehemalige Sargfabrik.

Die Vision ist klar: ein nachhaltiges, lebendiges Grätzlzentrum

(Sandra Derradji-Eder)

Durch die behutsame Revitalisierung der denkmalgeschützten ehemaligen Sargerzeugung schafft SORAVIA in einem der am schnellsten wachsenden Stadtentwicklungsgebiete des Landes ein neues, lebendiges Grätzlzentrum. Auf rund 10.000 m2 realisiert SORAVIA einen durchdachten, vielfältigen Mix aus Gastronomie-, Gewerbe-, Veranstaltungs-, Freizeit- und Kulturangeboten, einem Gesundheitszentrum mit Apotheke und modernen Büroflächen für innovative Unternehmen.

Genau im Zeitplan

Der Baubeginn erfolgte im Jänner 2023. Trotz des herausfordernden Marktumfelds konnte SORAVIA reibungslose Baufortschritte sicherstellen. Die Dachgleiche des ergänzenden Neubaus soll schon im April 2024 erreicht werden. Noch vor geplanter Fertigstellung des Gesamtprojekts im Herbst 2024 wird im Februar das erste Mietobjekt – eine Apotheke – den Betrieb aufnehmen. Das Gesundheits- und Nahversorgungsangebot für Anrainer des attraktiven Stadtteils wird so von Beginn an deutlich bereichert. Die bereits jetzt sehr hohe Vermietungsquote von rund zwei Drittel belegt die hohe Nachfrage nach Flächen im innovativen Grätzlzentrum. Interessenten können sich aktuell noch Büroflächen im Neubau sichern und so Teil vom innovativen Umfeld der Fabrik1230 werden.

Im Herbst 2024 bekommt Liesing mit der Fabrik1230 ein neues Grätzlzentrum © BOKEH designstudio

„Mit Fabrik1230 revitalisieren wir das bestehende Areal der 100 Jahre alten ehemaligen Sargerzeugung und werten die Liegenschaft auf. Die Vision ist klar: ein nachhaltiges, lebendiges Grätzlzentrum, das durch den vielfältigen Nutzungsmix einen Ort für Erholung, Genuss und Austausch schafft.“, berichtet SORAVIA-Projektleiterin Sandra Derradji-Eder.

Historie trifft Moderne

In enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt stellte man sicher, dass der historische Charme des Jugendstil-Industriegebäudes erhalten bleibt. Aus diesem Grund kommen zum Beispiel innenliegende Isoliergläser zum Einsatz, die die historische Fassade auch für nachfolgende Generationen bewahren. Die originalen Böden und Wände in den großen Hallen der ehemaligen Sargerzeugung bleiben ebenso weitestgehend bestehen. Moderne Haustechnikanlagen werden auf dem Dach positioniert, wodurch eine optisch schonende Einbettung gewährleistet wird. Zusätzlich zur Revitalisierung des Altbestandes entstehen auf dem Areal hochwertige, moderne Gebäudeteile. Diese konkurrieren nicht mit dem historischen Bau, sondern setzen ihn in Szene und schaffen ein harmonisches Gesamtbild.

Unter strengster Einhaltung des Denkmalschutzes wird der historische Charme erhalten © Soravia

Bei der Energieversorgung beschreitet Fabrik1230 innovative, klimafreundliche Pionierpfade. Die Wärme- und Kälteversorgung der Fabrik1230 erfolgt mittels hocheffizienter Luftwärmepumpen in Kombination mit einer großflächigen Photovoltaikanlage auf dem Dach. Durch die Verwendung eines klimafreundlichen Kältemittels und den Einsatz von Niedertemperaturabgabesystemen über eine Betonkernaktivierung wird eine hohe Betriebseffizienz der Luftwärmepumpe gewährleistet. Der dank Photovoltaik erzeugte Ökostrom wird direkt für die Kälte- und Wärmeversorgung genutzt. Da diese keine klimaschädlichen CO2-Emissionen verursacht, wird die CO2-Steuer gespart. Dieses hocheffiziente Energiesystem ermöglicht bis zu 50% geringere Betriebskosten im Vergleich zu konventionellen Wärme- und Kälteversorgungssystemen wie beispielsweise Fernwärme.