Nachhaltiges Carpooling & -sharing: Wer ist versichert?

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Teilen, mieten, mitnehmen – Autos zusammen mit anderen zu nutzen hat etliche Vorteile: Kostenersparnis und Umweltschutz stehen dabei an oberster Stelle. Die Möglichkeiten der gemeinsamen Pkw-Nutzung sind recht divers. Sei es sich Autos über Carsharing-Anbieter auszuleihen, Mitfahrgelegenheiten für Langstreckenfahrten über Plattformen wie Blablacar in Anspruch zu nehmen, Fahrzeuge für den Urlaub oder Umzug zu mieten oder ganz einfach eine Fahrgemeinschaft mit ArbeitskollegInnen zu bilden ­– für beinahe jede Lebenssituation lassen sich individuelle Mittel finden, um Geldbörse, Nerven und Natur weniger zu belasten. Als Mobilitätsexperte und Vertreter von einfachen und digitalen Lösungen gibt die Online-Kfz-Versicherung nexible Tipps zu nachhaltigen Transportlösungen und informiert zum Versicherungsschutz bei Carsharing-Schäden.

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Eingeschränkte Parkmöglichkeiten, hohe Preise an den Zapfsäulen und nicht zu unterschätzende Werkstattkosten sowie erschöpfte Kraftstoffvorräte lassen immer mehr Autofahrer zu Alternativen übergehen. Neben dem Verbrauch in der Nutzungsphase ist auch die ressourcenintensive Produktion nicht außer Acht zu lassen: Von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung werden pro Pkw etwa 70 Tonnen Material verbraucht. So boomen neben öffentlichen Verkehrsmitteln auch nachhaltige Lösungen für jene, die nicht komplett auf das Auto verzichten können oder wollen. Laut Statistik Austria wird Carsharing immerhin bereits von 16,5 Prozent der ÖsterreicherInnen zumindest gelegentlich genutzt. Der Versicherer nexible hat als reiner Online-Anbieter ein breites Know-how, wenn es um digitale Angebote geht, die den Alltag in Hinsicht auf Mobilität erleichtern. Daher gibt Jonas Boltz, nexibles Geschäftsführer, Tipps, wie User mit Nachhaltigkeitsbewusstsein innerstädtisches Carsharing oder Carpooling für Langstreckenfahrten über praktische Apps nutzen können. Versicherungstechnisch stellt sich vielen dabei auch die Frage, wie man bei Carsharing-Anbietern oder als Mitreisender bei Mitfahrgelegenheiten abgesichert ist.

Mobil in der Stadt unterwegs mit Carsharing
Unternehmen mit Apps wie „Share Now“ ermöglichen in etlichen Städten das unkomplizierte Teilen von Autos. „Egal ob ein großer Einkauf verstaut werden muss, eine Fahrt zum Flughafen Wien ansteht oder man einfach mal eine Auszeit von den Öffis braucht, in etlichen Fällen eignen sich Carsharing-Anbieter mit ihren verschiedenen Fahrzeugmodellen, wenn man kein eigenes Auto besitzt“, hebt Boltz die Vorteile hervor. Außerdem fallen, anders als mit einem privaten Pkw, keine zusätzlichen Kosten fürs Parken an – sofern man das Auto ordnungsgemäß abstellt. Der große Vorteil für die Umwelt: Nach Berechnungen des VCÖ (Verkehrsclub Österreich) ersetzt ein Carsharing-Auto acht bis 15 Privat-Pkw. Einen weiteren Pluspunkt stellt die Verfügbarkeit von Elektroautos dar, die im Repertoire vieler solcher Firmen sind – genauso wie praktische Mopeds. Neben dieser Option kann man auch privates Carsharing über Plattformen wie beispielsweise „getaround“ betreiben – sei es für ein paar Stunden oder aber auch für ein einige Tage.

Was zu tun ist, wenn es mit dem geliehenen Fahrzeug kracht
Bei einem geliehenen Fahrzeug sollte in der Regel die Polizei verständigt werden. Bei den meisten Carsharing-Plattformen ist man zudem verpflichtet, in jedem Fall – also auch dann, wenn nur Sachschäden entstanden sind – den jeweiligen Kundenservice zu informieren. Der Versicherungsexperte Boltz fügt hinzu: „Oftmals muss man ein vorgefertigtes Formular ausfüllen oder einen Schadensbericht schreiben, der innerhalb einer bestimmten Frist an den Anbieter übermittelt werden muss, damit die Versicherung des Vermieters greift.“ Im Normalfall sind Selbstbeteiligungsbeträge bei Schäden am Fahrzeug zugunsten des Kunden auf einen gewissen Betrag begrenzt.

Dank Mitfahrbörsen gemeinsam ans Ziel
Die Umwelt zu schonen und gleichzeitig (Sprit-)Kosten zu sparen, funktioniert auch über Mitfahrgelegenheiten. „Das ist natürlich auch schon im kleinen Rahmen machbar, wenn sich aus der Nachbarschaft zum Beispiel einige Leute zusammentun, um den Weg zur Arbeit gemeinsam zurückzulegen“, schlägt Boltz vor und fügt hinzu: „Selbstverständlich funktioniert es aber nicht immer, so etwas privat zu organisieren. Daher bieten sich Plattformen für Ride-Sharing an, über die unkompliziert für beliebige Strecken nach Fahrgemeinschaften gesucht werden kann.“ Über Plattformen wie Blablacar oder Greendrive finden sowohl Fahrzeugbesitzer mit freien Sitzplätzen auf längeren Strecken ihre Beifahrer sowie Personen ohne Auto den passenden Transport für wenig Geld. Damit reduziert sich der CO2-Ausstoß pro Kopf erheblich und die Autofahrer können sich über die Beteiligung an den Spritkosten freuen. Da Österreich laut VCÖ beim Straßenverkehr mit 2,65 Tonnen pro Kopf die zweithöchsten CO2-Emissionen in der EU hat, gilt es dem Problem schnellstmöglich gegenzusteuern.

Versicherungsschutz für Carpooling-Insassen
Wer bei Fremden im Auto mitfährt, hat sich eventuell schon einmal gefragt, was bei einem Unfall passieren würde. „Mitfahrer sind grundsätzlich bei einem vom Fahrer verschuldeten Unfall bereits über die Kfz-Haftpflicht­versicherung abgesichert, welche auch über nexible.at rasch und einfach online abgeschlossen werden kann“, klärt Boltz auf und führt fort: „Manche Mitfahrzentralen, die Gebühren für die Reservierung einer Mitfahrt beheben, bieten einen zusätzlichen Schutz an, der beispielsweise Hilfe bei Pannen, eine Unfallversicherung, eine Rechtsberatung, oder gar den Rückversand vergessener Gegenstände beinhaltet.