Obfrau Heidi Blaschek: „Vielfalt gibt uns Stärke“

(C) Stefan Diesner: "Wir sind die Helden im Hintergrund, damit andere die Superstars im Vordergrund sein können.", sagt Heidi Blaschek.
(C) Stefan Diesner: "Wir sind die Helden im Hintergrund, damit andere die Superstars im Vordergrund sein können.", sagt Heidi Blaschek.

Heidi Blaschek, Obfrau der gewerblichen Dienstleister, möchte ihre junge Fachgruppe noch stärker sichtbar machen. Sie ist ein Mensch, der mit ­„offenem Herzen agiert“, wie sie von sich selbst sagt. Das zeigt die gelernte Hotel- und Gastge­werbeassistentin beim Interview.

Anzeige

WIENER BEZIRKSBLATT: Weltweite Pandemie, ­Energiekrise – wie kommen die ­Unternehmen gut in die ­Zukunft?

Heidi Blaschek: Die gewerblichen Dienstleister haben viel Potenzial. Die Dienstleistungen, die wir erbringen, werden jetzt gebraucht wie noch nie. Alleine, wenn ich an Sprachdienstleistung denke, das Thema Dolmetschen im inter­nationalen Umfeld ist wesentlicher denn je. Der Arbeitsmarkt ist komplett eingebrochen, Personaldienstleistung ist wichtig wie niemals zuvor. Ich sehe einen großen Bedarf, allerdings müssen wir innovativ sein und sinnvoll ­digitalisieren.

Welche Aktivitäten sind ­konkret geplant?

Das Sichtbarmachen ist meine oberste Priorität. Es ist wirklich wichtig aufzuzeigen, wer wir sind und was wir können. Viele Betriebe wissen gar nicht, dass sie unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen können. Ich möchte dieser jungen Fachgruppe aber auch eine Tradition geben – zum Beispiel mit dem „Helden im Hintergrund“-Award.

Wo sehen Sie die gewerb­lichen Dienstleister in zehn Jahren?

Gut vernetzt in der Wirtschafts­kammer, denn man darf nicht ­unterschätzen, wie wichtig die Vernetzung zwischen den Gewerken ist. Und ich sehe die ­gewerblichen Dienstleister ­zusammengerückt und auch voneinander profitierend.

Sie sind seit 20 Jahren Personal­dienstleisterin. Was ist das Beste an Ihrem Beruf?

Die Vielfältigkeit und dass man so viele verschiedene Menschen kennenlernt. Angefangen bei den Kan­didatinnen und Kandidaten, aber auch Per­sonen, die in den Unternehmen ar­beiten, bis hin zur Geschäftsführung.

Was mögen Sie weniger?

Man braucht eine sehr hohe Frus­trationsschwelle, als ­Arbeitskräfteüberlasserin baut man viele Jobs auf, die Leute werden übernommen und man fängt oft wieder bei Null an.

Was möchten Sie im Leben unbedingt noch ­machen?

Zur besten Version meines Selbst werden und meine ­gesammelte Expertise ­weitergeben.