Vier wesentliche Bezirksstraßen, die vom Gürtel aus viele Kilometer stadt­auswärts führen, sind bereits ­saniert. Die Ottakringer Straße, die Neulerchenfelder Straße, die Hasnerstraße und die Koppstraße. Sie stehen für zehn Jahre Verschönerungspolitik im Bezirk.

Und jetzt folgt der fünfte Streich. Die neben der Otta­kringer Straße wohl wichtigste Durchzugs- und Einkaufsstraße ist an der Reihe: die Thaliastraße. Sie soll in drei Etappen von 2021 bis 2023 auf der Länge von 2,5 Kilometern umgestaltet werden. Vom Gürtel bis zum Kantner-Park. Dieses Projekt hat sich Bezirksvorsteher Franz Prokop auf die Fahnen geheftet: „Es ist Zeit, die Thaliastraße zu erneuern. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, sie als Geschäftsstraße attraktiver zu machen und sie dem Klimawandel anzupassen.“

Freilich sollen, das ist dem Bezirkschef wichtig, Bewohner und Geschäftsleute maßgeblich mit­bestimmen. „Alle Ideen sind willkommen, ich möchte alle Wünsche hören. Schließlich wissen die An­rainer am besten, was sie ­brauchen!“ Die erste Gelegenheit wird es am 16. April in der ­Ottakringer Brauerei von 18 bis 20 Uhr geben. ­Organisiert wird der Bürgerbeteiligungsprozess von der Gebietsbetreuung, die schon die Projekte Johann-Nepomuk-Berger-Platz und ­Neulerchenfelder Straße ­begleitet hat.

Anzunehmen ist, dass neue Verweilzonen mit Bankerln, mehr Helligkeit, eine Be­grünung mit Bäumen und „­abkühlende Elemente“ ­gewünscht werden. Diskus­sionen wird es wohl um einen etwaigen Radweg geben – hier sind die vorhandenen Schienen ein Hindernis. 
Und dass eine Einkaufsstraße genug Parkplätze braucht, ist auch klar.Hans Steiner