Margareten erinnert am 10. November an die Opfer der November-Pogrome. Als gemeinsames Zeichen gegen Antisemitismus und Hass.
In der Siebenbrunnengasse 1a wird im Stillen gedacht – an schreckliche Zeiten, die nie zurückkommen mögen. Das Lichtzeichen “OT” sowie eine Stele und eine Gedenktafel erinnern an die Synagoge des Israelitischen Tempelvereins Beth Aharon, die am 10. November 1938 in Vollbrand stand und zerstört wurde.
Gemeinsame Gedenkveranstaltung
“Die Novemberpogrome von 1938 zeigen, wie schnell Ausgrenzung in Gewalt und Verfolgung umschlagen kann. Gerade in Margareten, wo Jüdinnen und Juden Teil der Nachbarschaft waren, ist Erinnern eine Aufgabe, die uns alle betrifft”, betont Bezirkschef Michael Luxenberger. “Indem wir uns gemeinsam erinnern, setzen wir ein Zeichen für ein Miteinander, das Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung klar entgegentritt.”
Mit Musik untermalt
Luxenberger lädt um 17 Uhr zur gemeinsamen Gedenkveranstaltung bei der Stele für die ehemalige Synagoge an der Kreuzung Siebenbrunnengasse und Nikolsdorfer Gasse. Für den musikalischen Rahmen sorgen Maren Rahmann und Rudi Görnet.
Weitere Gedenkveranstaltungen
Weitere Veranstaltungen rund um die Pogrome wurden über die Bezirkskulturförderung unterstützt. So lädt die Kunstkommission am 13. November um 18 Uhr in den Festsaal des Amtshauses zum Gedenkkonzert. Am Folgetag um 11 Uhr findet ein Gedenk-Spaziergang mit Petra Unger zu „Widerständige Frauen in Margareten“ statt.

