Sommerloch um den Radweg in der Krottenbachstraße

Ein Sonnenbad mitten am Radweg (Bild: Resch).

Er spaltet auch im Sommer die Gemüter: der Radweg in der Krottenbachstraße in Döbling. Jetzt wurde dem Wiener Bezirksblatt ein besonders skurriler Fall bekannt.

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Für die Gegner ist der Radweg zu überdimensioniert, er verdrängt zu viele Stellplätze für die Anrainer und außerdem würde er kaum von Radfahrern genutzt. Auch der blaue Döblinger Klubobmann Klemens Resch ist gegen den Radweg und machte sich nun auf seinem Instagram-Kanal lustig. In kurzer Hose und weißem Poloshirt, mit einem Trinkpäckchen in der Hand liegt Resch auf einer Sonnenliege und fragt seine Comunity: „Wer braucht schon Strand und Meer, wenn einem der unnötigste Radweg Wiens praktisch zu Füßen liegt?”

Unnötigster Radweg Wiens

„Ich melde mich heute für euch vom unnötigsten Radweg in ganz Wien. Vom Radweg in der Krottenbachstraße“, schreibt Resch. Der umstrittene Radweg hat bekanntlich 8 Millionen Euro Steuergeld gekostet. „Und damit dieses Steuergeld nicht ganz umsonst ausgegeben wurde, dachte ich mir, wir können den Radweg ein bisschen zweckentfremden. Ich hab den Liegestuhl rausgeholt und es mir ein bisschen gemütlich gemacht”, erzählt er in seinem Video. Unterlegt ist das Video mit dem Lied “Cruel Summer” (Grausamer Sommer) von Taylor Swift. 

Den Sommer genießen

„Ich kann es euch nur empfehlen. Macht es wie ich, pfeift auf den Strandurlaub, macht es euch hier gemütlich am Radweg Krottenbachstraße und genießt euren Sommer”, so Resch. Seine Community findet den Spaß gut: “Einfach genial! Alle die dagegen sind sollen mit einem Liegestuhl eine Blockade machen”, postet eine Userin dazu. Ein anderer zieht über die “rote Stadtpolitik” her. Die allerdings nach wie vor zu dem Projekt im 19. Bezirk steht. Und alle hoffen, dass dem Sonnenanbeter am Radlweg nichts passiert – denn dann wäre er selbst schuld …