Wiederschreibensfreude: Schüler schreiben Weihnachtsbriefe an Senioren

©Sarah Bruckner/ KWP

Bereits zum 3. Mal kooperieren die Wiener Häuser zum Leben mit der Organisation Global Shapers im Rahmen dieser tollen Aktion: Schüler und Schülerinnen schreiben PensionistInnen aufmunternde Weihnachtspost in Zeiten COVID-bedingter Isolation. 

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Die Weihnachtszeit ist normalerweise vor allem für die ältere Generation eine Zeit des Wiedersehens und des Beisammenseins. Damit auch in diesen herausfordernden Zeiten ein Gefühl von Zusammenhalt entstehen kann, haben die Global Shapers (ein Zusammenschluss aus StundentInnen und sozialengagierten Ehrenamtlichen und den Vereinen Mind the Mind Austria und Achtsamkeitsatelier) Schulklassen, Kindergärten, Organisationen und Einzelpersonen aufgerufen, aufmunternde Briefe an Senioren zu schreiben. Unter den teilnehmenden Schulen sind das Amerlinggymnasium, die Modeschule Hetzendorf, die Europäische Volksschule Goldschlagstraße, das OVS Friedrichsplatz, der SZ Lernraum Landstraße, die FIDS 3 sowie die Bundesschulen Kalvarienberg.

Auf diese Weise kamen weit über 450 liebevoll geschriebene und teilweise kunstvoll gestaltete Briefe zusammen. Eine teilnehmende Lehrerin: „Sie werden Augen machen, die Briefe sind toll geworden und mehr als ich in dieser kurzen stressigen Vorweihnachts-Corona-Zeit erwartet habe! 14 meiner Siebtklassler haben sogar neben dem eigenen Schreiben die Korrektur und äußere Gestaltung der Briefe vieler Erstklassler übernommen. Man will ja einen guten Eindruck bei den Senioren machen!“ Als Draufgabe spendierten die Studierenden im Berufsverband Österreichischer PsychologInnen den besonders von der Pandemie betroffenen BewohnerInnen zu jedem Brief eine Tafel Zotter Weihnachtsschokolade.

Walter Giller, 90 Jahre, Bewohner des Hauses Tamariske, eines der 30 Häuser zum Leben des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser: „Ich finde es wirklich toll, dass junge Menschen an uns Alte denken. Das ist echt schön – da wird einem warm ums Herz!“.

Uns ist es wichtig, dass auch die junge Generation profitieren kann. Bei der Teilnahme geht es darum achtsamer und dankbarer zu werden, indem wir eine gute Tat schenken – ohne Gegenleistungen zu erwarten“, so die Mit-Initiatorin Carolin Drewes.

©Sarah Bruckner/ KWP