Wirbel um den Wambacher: Der Pächter ist insolvent

Das Wambacher auf der Lainzer Straße ist eine Institution in Hietzing © Berger

Kaum ein Hietzinger, der „das Wambacher“ nicht kennt. Seit über 170 Jahren gibt es das Heurigen Restaurant auf der Lainzer Straße bereits. Doch jetzt musste die Betreiber Gesellschaft, die Masek Genuss GmbH Insolvenz beantragen.

„Ich war schon als kleiner Bub beim Wambacher“, erzählte Simon Masek, als er 2021 das legendäre Heurigen-Restaurant auf der Lainzer Straße 123 in Hietzing übernahm. Der gelernte Restaurant-Fachmann, der lange als Kellner tätig war, bevor er als Gebietsleiter zur Brau Union wechselte ist laut eigener Aussage Gastronom „mit Herz und Seele“.  Sein erklärtes Ziel war es „die Tradition zu erhalten, aber sie zeitgemäß zu interpretieren.“

Simon Masek ist Wirt mit Herz und Seele © Berger

Die Zeit der damaligen Lockdowns aufgrund der Corona-Epidemie nutzte er um das Lokal behutsam zu renovieren. Böden wurden abgeschliffen, ein neues Interieur angeschafft und auch frische Farbe kam an die Wände. In der Küche blieb er Altbewährtem treu, das jedoch auf hohem Niveau. So sind das Wiener Schnitzel vom Milchkalb, Backhenderl oder Zwiebelrostbraten weit über die Grenzen des 13. Bezirks hinaus bekannt. Ein eigenes Hausbier  – das Wambacher Spezial – rundete das Angebot ab.

Engagement, das sich nicht ganz bezahlt machte.

Insolvenz-Antrag gestellt

Wie der Kurier am Donnerstag meldete, musste der Pächter einen Insolvenz-Antrag stellen. Laut Information des „Kreditschutzverbands von 1870“ konnten die Umsatzrückgänge des Lokals und die daraus resultierenden Rückgänge im Ertrag nicht zur Gänze kompensiert und die Verluste auch im darauffolgenden Winter und Sommer nicht wettgemacht werden. Die Verbindlichkeiten sollen sich auf rund 700.000 Euro belaufen und das Schicksal von 15 Dienstnehmer ist ungewiss.

Es wurde jedoch bereits ein Sanierungsplan erstellt. Dieser sieht das gesetzliche Mindestangebot von 20 Prozent an die Gläubiger vor. Doch wo momentan viel Schatten, gibt es aber auch ein Licht der Hoffnung. Der Weiterbetrieb des Traditions-Betriebes ist beabsichtigt.

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