WERK X: Ein Seelenstriptease

Wer die Produktionen von Theaterregisseur Martin Gruber und dem „aktions­theater ensemble“ kennt, der weiß, dass die Stücke nahe­gehen und man auch als Besucher emotional mitfiebert. Die Vorstellungen zum aktuellen Stück „Lonely Ballas EINS + ZWEI“ finden im WERK X statt.

Das funktioniert deshalb so gut, weil die Mitglieder des Ensembles ihre privaten Geschichten und Empfindungen auf der Bühne mit dem Publikum teilen und auch die Proben vorab viel mehr sind als nur reines Auswendiglernen – die Story entsteht im Prozess. Bei den beiden aktuellen Uraufführungen im WERK X „lonely ballads EINS + ZWEI“ werden Angstthemen, geschürt durch die Pandemie, manisch durchdekliniert. Das Nachdenken über Femizide, drohende Umweltkatastrophen, den Wiederanstieg von Antisemitismus oder die eigene soziale Abstiegsangst gerät zum narzisstischen Seelenstriptease …