Floridsdorf: Whisky aus Wien

Die Beweggründe für sein Unterfangen fasst Karl Peter Egger prägnant ­zusammen: „Wir sind so wahnsinnig, das zu tun.“
Er meint damit die Idee, in Wien – genauer gesagt in ­seiner Stammersdorfer ­Vienna Craft Distillery – ­Whisky zu produzieren. Die Verkaufspremiere findet am 20. Mai in der Leopoldstadt auf dem Karmelitermarkt statt, wo das Unternehmen bereits mit Gin und anderen Bränden vertreten ist.

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Roter Mais

„Da hat unser Whisky dann 42 Monate im Fass verbracht“, verrät Karl Peter Egger, ­Betreiber der in Stammersdorf angesiedelten Brennerei. Wie viele Flaschen à 70 Zentiliter er letztlich abfüllen wird, kann Egger noch nicht sagen: „Etwa 280 sollten es werden.“ Der „Distillery Master“, der aus der Gegend von Bruck an der Mur stammt, hat sich für sein Produkt etwas Besonderes einfallen lassen: Er verarbeitet roten Mais. „Dieser wurde früher bei uns in der Steiermark als Zahlungsmittel verwendet, etwa um Wegerechte abzugelten.“ Seinen Mais bezieht Egger allerdings aus Ungarn, weil er in Österreich nicht an die erforderlichen Mengen herankam.
Und noch ein Alleinstellungsmerkmal reklamiert der Steirer für sich: „Wir sind meines Wissens die erste Wiener Whisky-Brennerei.“ Über künftige Absatzmärkte macht sich Egger noch keine großen Gedanken. „Wir wollen zunächst die Hand heben und sagen, dass es uns gibt.“