Andrea Pier übernimmt mit 1. Dezember 2026 die Geschäftsführung der Vereinigten Bühnen Wien. Die erfahrene Kulturmanagerin folgt auf Franz Patay, der das Unternehmen seit 2016 geleitet hat.
Ob Musicalabend im Ronacher, große Gefühle im Raimund Theater oder Operngenuss im Theater an der Wien: Die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) prägen das Kulturleben unserer Stadt. Künftig steht Andrea Pier an der Spitze des Unternehmens der Wien Holding. Ihr Vertrag läuft zunächst für fünf Jahre.

Neue Impulse
Pier möchte die erfolgreiche Arbeit der VBW fortführen und neue Akzente setzen. „Ich möchte meine Erfahrung und meine Leidenschaft dafür einsetzen, diese erfolgreiche Entwicklung fortzusetzen und gleichzeitig neue Impulse zu setzen“, erklärt die künftige Geschäftsführerin.
Auch Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak begrüßt die Bestellung:
„Mit Andrea Pier gewinnen die Vereinigten Bühnen Wien eine erfahrene Führungspersönlichkeit mit großer Expertise im Kultur- und Entertainmentbereich.“
Viel Bühnenerfahrung
Die Theaterwelt kennt Pier aus unterschiedlichen Perspektiven: Mehr als 20 Jahre war sie bei Stage Entertainment tätig, unter anderem als Theaterleiterin, Executive Producer und HR Director. Dabei verantwortete sie große Theater- und Tourneeproduktionen sowie die Weiterentwicklung von Teams und Organisationen.
Seit 2022 ist sie Managing Director der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. Mit Wien verbindet sie auch ihre Ausbildung: Pier studierte hier Theaterwissenschaften.
Einstimmige Wahl
Insgesamt 19 Personen – neun Frauen und zehn Männer – hatten sich um die Geschäftsführung beworben. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren fiel die Entscheidung einstimmig auf Pier. Ausschlaggebend waren unter anderem ihre Führungserfahrung, ihre wirtschaftliche Kompetenz und ihre Vorstellungen für die Zukunft der VBW.
Wien-Holding-Geschäftsführerin Karin Ramser dankt zugleich dem scheidenden Geschäftsführer Franz Patay, der das Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren entscheidend weiterentwickelt habe.
Drei große Bühnen
Bis zu 600.000 Menschen besuchen jährlich die Vorstellungen der drei VBW-Häuser. Mit rund 700 bis 800 Beschäftigten zählt das Unternehmen zu den größten Mehrsparten-Theaterbetrieben Europas.
Auch über die Stadtgrenzen hinaus feiern die Wiener Produktionen Erfolge: Musical-Eigenproduktionen wie „Elisabeth“, „Tanz der Vampire“ oder „Rebecca“ erreichten insgesamt rund 31 Millionen Besucherinnen und Besucher in 24 Ländern und 18 Sprachen. Das MusikTheater an der Wien wurde bei den International Opera Awards zum Opernhaus des Jahres 2025 gekürt.
Unter der neuen Geschäftsführung sollen weitere Eigenproduktionen entstehen und die internationale Bedeutung Wiens als Musical- und Musiktheaterstandort wachsen. Nachwuchsförderung, Kulturvermittlung und soziale Preisgestaltung bleiben ebenfalls Teil der Ausrichtung.


