Kalb am Holzkohlengrill

Aufgedeckt: Grill-Wahnsinn mitten in der Stadt!

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Behörden greifen durch: Illegaler Pizzaofen, Gasflaschen und massive Mängel bei Gastro-Kontrollen in Leopoldstadt und Brigittenau!

Was die Einsatzkräfte bei einer Kontrolle in zwei Bezirken entdeckten, sorgt für Zündstoff: Ein ganzes Kalb brutzelte in einem öffentlich zugänglichen Gastgarten über Holzkohle – und das ohne die erforderlichen Genehmigungen!

Bei einem weiteren Einsatz stießen die Behörden auf einen illegal betriebenen Pizzaofen in einem Vereinslokal. Die Gruppe Sofortmaßnahmen griff gemeinsam mit dem Magistratischen Bezirksamt für den 10. Bezirk und der MA 59 durch.

Kalb am Grill – ohne grünes Licht!

Auslöser für die Kontrolle in der Leopoldstadt waren Beschwerden von Anrainern über massive Geruchsbelästigung. Vor Ort staunten die Einsatzkräfte nicht schlecht: In einem Gastgarten wurde ein großes Kalb auf einem Holzkohlengrill zubereitet. Die dafür notwendigen Genehmigungen fehlten allerdings. Auch nicht genehmigte gasbetriebene Heizstrahler waren im Einsatz.

Die Konsequenz ließ nicht lange auf sich warten: Der Grill wurde abgelöscht, der Betrieb untersagt und die Anlage entfernt. Auch die Gasheizstrahler mussten weg. Zusätzlich stellten die Kontrolleure genehmigungspflichtige Änderungen fest. Anzeigen wurden erstattet.

Illegaler Pizzaofen im “Gebetsraum”

Der nächste Einsatz führte die Behörden nach Brigittenau. Dort kontrollierten sie einen Verein, in dem in einem vermeintlichen Gebetsraum, der mit Plastikfolie abgedeckt war, türkische Speisen zubereitet wurden. Zum Einsatz kam dabei ein illegaler gasbetriebener Pizzaofen.

Die Situation war offenbar so kritisch, dass Gefahr im Verzug festgestellt wurde. Die Behörden untersagten den Betrieb, stellten den Pizzaofen ab und forderten die Betreiber auf, die Gasflaschen aus der Betriebsanlage zu entfernen.

Ungustiöses wurde in einem vermeintlichen Gebetsraum aufgedeckt (Bild: Gruppe Sofortmaßnahmen).

Doch damit nicht genug: Bei der Kontrolle wurden mehrere Verwaltungsübertretungen festgestellt, darunter der Verdacht auf unbefugte Gewerbeausübung. Außerdem entdeckten die Einsatzkräfte lebensmittelrechtliche und bauliche Mängel. Auch in diesem Fall wurden Anzeigen gelegt.

Konsequentes Vorgehen geht weiter

Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, stellt klar, dass Verstöße nicht ohne Folgen bleiben dürfen: „Wer einen Betrieb führt, trägt Verantwortung für die Sicherheit, für die Menschen in der Umgebung und für die Einhaltung der Gesetze.“

Es könne nicht sein, dass sich Betreiber einfach über Vorschriften hinwegsetzten und hofften, unentdeckt zu bleiben, so Hillerer. Die Gruppe Sofortmaßnahmen werde mit allen verfügbaren rechtlichen Mitteln sicherstellen, dass Regelverstöße Konsequenzen haben.

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