Gastronomie Club Wien

In dieser Zeit erwartet uns ein GANS besonderer Genuss

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Von der Redaktion empfohlen

Schon traditionell läutet der Gastronomie Club Wien mit dem „Gansl-Auftakt“ eine der für die Gastronomie wichtigsten Wochen des Jahres ein – die Gansl-Saison. Eins vorweg: Trotz Preissteigerungen bleibt der herbstliche Klassiker für die Wiener ein unverzichtbares Stück Lebensgefühl.

Die Wiener Traditionsgastronomie feiert den Gansl-Auftakt und der Gastronomie Club Wien läutet damit die wichtigste Saison des Jahres ein. Bei diesem traditionellen Event, der dieses Jahr im Gasthaus Schnabl im 3. Bezirk über die Bühne ging, stand vor allem die wirtschaftliche Bedeutung der kommenden Wochen im Rampenlicht. Für jeden dritten Betrieb handelt es sich bei der Gansl-Zeit um die wichtigste Phase des gesamten Jahres.

„Das Leben ist allgemein teurer geworden. Das betrifft natürlichauch die Gastronomie. Aber wenn schon im Handel eine Gans bis zu 60 Euro kostet, brauchen sich unsere Preise nicht verstecken. Bei uns gibt es ja nicht nur einfach eine Gans am Teller, sondern ein Gesamt-Erlebnis, bis hin zum passenden Wein. Und am allerwichtigsten: Wir waschen danach auch ab. Genießt die schöne Zeit mit Familien und Freunden. Gansl ist nicht nur Essen, es ist ein Stück Wiener Lebensgefühl.“, so Wolfgang Ruckenbauer, Obmann des Gastronomie Clubs

Die Zahlen sprechen für sich

Aber lassen wir vorab Zahlen sprechen. Das klassische Martini-Gansl bleibt der unangefochtene Spitzenreiter in Wiens Gastronomie. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Gastronomie Clubs Wien und der Fachgruppe Gastronomie der Wiener Wirtschaftskammer unter 258 Betrieben zeigt, dass die traditionelle Variante (Nicht-Bio) im Herbst 2026 mit 71 Prozent die Speisekarten dominiert.

Tradition vor Trend

Obwohl das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und alternative Ernährungsformen wächst, bleibt der Wiener Gansl-Klassiker fest im Sattel. Die Antworten auf die Frage „Welche Gansl-Varianten bietet Ihr Betrieb heuer an?“ verdeutlicht die Verteilung:

  • Der Spitzenreiter: Fast drei Viertel aller Gastronomen (71 %) setzen auf das klassische Martini-Gansl.
  • Geflügel-Alternative: Die Ente hat sich als beliebte Ausweichmöglichkeit etabliert und wird von 14 %der Betriebe angeboten.
  • Bio-Segment: Hochwertiges Bio-Gansl führt mit 9 % weiterhin ein Nischendasein.
  • Vegane Optionen: Rein pflanzliche Gansl-Alternativen bilden mit 6 % das Schlusslicht, zeigen jedoch, dass die Gastronomie auch moderne Essgewohnheiten bedient.

Fazit dieser Erhebung

Die im Zeitraum vom 12. bis 28. September 2026 durchgeführte Erhebung (unterstützt von der Wirtschaftskammer Wien, Transgourmet und dem Wiener Bezirksblatt) belegt: Wenn die Wiener im Herbst zum „Ganslessen“ gehen, verlangen sie mehrheitlich das traditionelle Original.

Darum dreht sich in den nächsten Wochen alles – das Martini-Gansl © Sandra Oblak

Gastronomen reagieren zwar punktuell mit vegetarischen oder biologischen Optionen, der wirtschaftliche Fokus bleibt jedoch klar beim Klassiker.

Fixpunkt im Gastro-Kalender

Es gibt noch weitere gute Nachrichten für die Gastronomen. Das Martini-Gansl-Essen ist für die überwiegende Mehrheit der Wiener ein Fixstern im kulinarischen Kalender – mit spürbar steigender Tendenz. Eine groß angelegte Umfrage des Gastronomie Clubs Wienunter 3.565 Befragten im Herbst 2026 zeigt eine beeindruckende Konsumfreude: Für fast 83 Prozent ist der herbstliche Brauch ein unverzichtbarer Bestandteil des Jahres.

Tradition mit Suchtfaktor

Die Detailergebnisse der Konsumentenbefragung (durchgeführt im Zeitraum vom 2. September bis 16. Oktober 2026) verdeutlichen, wie tief verwurzelt das Ganslessen in der Bevölkerung ist:

  • Die Stammgäste (Unverzichtbar): Für 57,2 % der Teilnehmer hat das Martini-Gansl den höchsten Stellenwert („vollkommen unverzichtbar“ auf Stufe 1). Zählt man die positive Tendenz (Stufe 2) hinzu, bekennen sich 82,9 % klar zu dieser Tradition.
  • Hohe Kauffrequenz: Mehr als die Hälfte der Befragten (56 %) gab an, im vergangenen Jahr sogar mehrmals ein Gansl genossen zu haben.
  • Gelegenheitsgenießer: Fast 40 % haben im Vorjahr zumindest einmal zugeschlagen.
  • Die Verweigerer: Nur eine verschwindend geringe Minderheit von 8 % hat im letzten Jahr komplett auf das Gansl verzichtet. Das deckt sich mit der Grafik, in der lediglich 1,9 % das Thema als „überhaupt nicht interessant“ abstufen.

Ein krisensicherer Umsatzbringer

Führt man diese Konsumdaten mit der vorherigen Betriebsumfrage zusammen, wird das strategische Handeln der Wiener Gastronomen perfekt nachvollziehbar: Die enorme Nachfrage nach dem echten, traditionellen Erlebnis erklärt direkt, warum 71 % der Gastronomiebetriebe konsequent auf das klassische Martini-Gansl (Nicht-Bio) setzen.

Alternative Angebote wie Ente (14 %), Bio-Gansl (9 %) oder vegane Varianten (6 %) bedienen zwar zeitgemäße Nischen, doch das wirtschaftliche Rückgrat der Saison bildet die traditionelle Zubereitung. Für Wiens Gastronomen bleibt das Gansl damit im Herbst 2026 die wichtigste kulinarische Bank.

GANS ausgezeichnete Wirte

Im Zuge der groß angelegten Gästebefragung, bei der die 3.565 Teilnehmer ausführlich über ihr Konsumverhalten und ihre Leidenschaft für das Martini-Gansl-Essen befragt wurden, stimmten die Gäste gleichzeitig über ihre kulinarischen Favoriten ab. Diese breite Datenbasis spiegelt somit unverfälscht die Meinung jener Menschen wider, für die das Ganslessen ein fixer Bestandteil des Herbstes ist

Wiens Wirte sind GANS ausgezeichnet © Sandra Oblak

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Favoriten der Gäste feierlich prämiert. So triumphierten etwa Thomas Schwabl, der Schwablwirt, sowie der Gaschamster Diener. Für Letzteren suchen Ernst und Monika Lackner übrigens einen Nachfolger. Auch außerhalb des Gürtels wurden zahlreiche Betriebe geehrt. Auszeichnungen gingen an Meisxners Gastwirtschaft mit Alexander Civic und Martina Pivonka, das Mariahilfer Bräu von Walter und Johanna Böck sowie das Etablissement Nigls mit Martin Glaser und Aurel Berger. Ebenso freuten sich das Gasthaus Haller unter Daniel und Ilonka Haller, die Wiesenstadt mit Astrid Hofmann, Katrin Schmid und Sabine Wallner sowie das Gasthaus Koci mit Veronika Zahorcakova über die Ehrungen.

Alle Sieger im Überblick

Ausgezeichnete Gansl-Wirte nach Bezirken

  • 1. Bezirk: Gasthaus Reinthaler
  • 2. Bezirk: Stuwer
  • 3. Bezirk:
    • Gmoakeller
    • Schwablwirt
  • 4. Bezirk: Zweitbester
  • 5. Bezirk:
    • Rudis Beisl
    • Silberwirt
  • 6. Bezirk:
    • G’schamster Diener
    • Steman
  • 7. Bezirk:
    • Handwerk
    • Ulrich
  • 8. Bezirk: Heidenkummer
  • 9. Bezirk: Reznicek
  • 10. Bezirk:
    • Altes Beisl
    • Kurparkdiele
    • Meixner’s Gastwirtschaft
    • Oberlaaer Dorfwirt
    • Panoramaschenke
  • 11. Bezirk: Pistauer
  • 12. Bezirk: Otto
  • 13. Bezirk: Waldtzeile
  • 14. Bezirk: Musil, Gasthaus Prilisauer, Heuriger Feuerwehr-Wagner
  • 15. Bezirk: Mariahilferbräu
  • 16. Bezirk:
    • Gelbmann’s Gaststube
    • Nigls
  • 17. Bezirk: Grüne Laterne
  • 18. Bezirk: Steirerstöckl
  • 19. Bezirk: Martin Sepp
  • 20. Bezirk: Gasthaus Haller
  • 21. Bezirk:
    • Leopoldauer Alm
    • Schabanack
    • Schwaigerwirt
  • 22. Bezirk:
    • Alt Wiener Stuben
    • Napoleon
  • 23. Bezirk:
    • Gasthaus Koci
    • Wiesenstadt
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