Asphalt wird entfernt

Große Besorgnis wegen Asbest in der Maxingstraße

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Bei den laufenden Bauarbeiten für eine neue Fernwärmeleitung in der Maxingstraße wurde Asbest im rund 25 Jahre alten Straßenbelag entdeckt. Die geplante Sperre der Straße bis voraussichtlich Ende Dezember bleibt aufrecht, während der belastete Asphalt nun vollständig entfernt werden muss.

Die Berichte über mögliche Asbest-Verdachtsflächen im Wiener Straßennetz sorgen derzeit für erhebliche Verunsicherung. Ausgelöst wurde die aktuelle Debatte, nachdem Greenpeace am 1. Juli 2026 bekannt gab, erstmals Asbest im Asphalt auf mehreren Wiener Straßen nachgewiesen zu haben. Die gemeldeten Verdachtsflächen werden seither von der Stadt Wien durch akkreditierte Prüfanstalten untersucht.

Im Zuge der planmäßigen Aufgrabungen für die Verlegung einer neuen Fernwärmeleitung in der Maxingstraße wurde nun asbesthaltiges Material direkt im dortigen Straßenaufbau nachgewiesen. Der belastete, rund ein Vierteljahrhundert alte Straßenbelag muss im Zuge des ohnehin stattfindenden Umbaus vollständig abgetragen und entfernt werden. Für die Anrainer bleibt die bereits für die Fernwärme-Arbeiten eingerichtete Sperre der Maxingstraße bis voraussichtlich Ende Dezember aufrecht.

Forderungen nach Schutzmaßnahmen

Aufgrund des Fundes in der Maxingstraße fordert der Hietzinger ÖVP-Gemeinderat Dr. Michael Gorlitzer ein lückenloses Sicherheitskonzept für die Baustelle. Er verlangt unabhängige Luftmessungen während der gesamten Abbrucharbeiten sowie die laufende Veröffentlichung dieser Messergebnisse. Besonders im Fokus stehen dabei auch die umfassenden Schutzmaßnahmen für die unmittelbar betroffenen Bauarbeiter vor Ort.

„Gerade die Arbeiter in der Baugrube sind dem belasteten Material unmittelbar ausgesetzt. Deshalb braucht es geeigneten Atemschutz, Schutzkleidung, Dekontaminationsmöglichkeiten, regelmäßige Kontrollen und eine lückenlose arbeitsmedizinische Dokumentation. Wer für unsere Infrastruktur arbeitet, darf dafür nicht mit seiner Gesundheit bezahlen“, so Gorlitzer.

Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl fordert von der Stadt Wien lückenlose Aufklärung und die transparente Bekanntgabe sämtlicher betroffener Straßenabschnitte. Neben der Maxingstraße wurde asbesthaltiges Gesteinsmaterial bereits in der Rosenhügelstraße, Gallgasse, Erzbischofgasse, Fleschgasse und Pacassistraße nachgewiesen.

„Bereits nach dem ersten Asbestfund im Sommer dieses Jahres habe ich eine rasche Aufklärung und die transparente Bekanntgabe sämtlicher Funde durch die Stadt Wien eingefordert. Seither gibt es laufend neue bestätigte Asbestfunde in unserem Bezirk. Gesundheit, Sicherheit und eine rasche Information der Bevölkerung müssen oberste Priorität haben. Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, wo sich belastetes Material befindet und welche Maßnahmen zu ihrem Schutz getroffen werden“, betont Zinkl.

Ins selbe Horn stößt auch Bezirksvize Marcel Höckner: “Die Nachrichten über Asbestfunde in der Maxingstraße beschäftigen viele Menschen im Bezirk. Daher müssen hier die Fakten klargelegt werden. Vor jedem Bauvorhaben wird gezielt untersucht, ob eine Asbestbelastung vorliegt. Dadurch können erforderliche Schutzmaßnahmen frühzeitig festgelegt werden, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Dazu gehören eine Schutzausrüstung für die Beschäftigten, die Abgrenzung der Arbeitsbereiche durch Zäune und Planen, angepasste technische Arbeitsverfahren sowie klar definierte Reinigungs- und Entsorgungsschritte. Besonderes Augenmerk liegt darauf, eine Verschleppung von Material zu verhindern und eine Freisetzung von Asbestfasern während der Arbeiten auszuschließen.”

Kostenübernahme und weitere Maßnahmen

Die Bezirksvorstehung Hietzing nimmt die Sorgen der Bevölkerung sehr ernst und prüft sämtliche Hinweise über die zuständigen Fachdienststellen. Während in der Rosenhügelstraße bereits erste Sicherungsarbeiten mittels einer versiegelnden Asphalt-Deckschicht anlaufen, wird in der Maxingstraße im Rahmen der Leitungsarbeiten der Rückbau durchgeführt. Die Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) kontrolliert den öffentlichen Raum zudem weiterhin laufend auf auffällige Straßenabschnitte, um gegebenenfalls sofortige Untersuchungen einzuleiten.

Dazu Höckner: “Die Sicherheit der Beschäftigten, der Anrainerinnen und Anrainer sowie aller Passantinnen und Passanten in der Maxingstraße steht dabei an erster Stelle. Die bereits erfolgten Fahrbahnversiegelungen wie beispielsweise in der Gallgasse zeigen, dass die Stadt Wien in diesen Fällen rasch und umsichtig handelt. Gesundheitsschutz und eine funktionierende Infrastruktur in Wien und in Hietzing gehören für mich zusammen.”

Bezirksvorsteherin Zinkl stellt bezüglich der anfallenden Kosten eine klare Forderung an die Bundeshauptstadt. Die aufwendigen Sanierungsmaßnahmen dürfen unter keinen Umständen das lokale Bezirksbudget belasten. „Es ist gut und wichtig, dass bereits erste Versiegelungsarbeiten durchgeführt werden. Die aufwendigen Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen müssen aber vollständig von der Stadt Wien finanziert werden. Es kann nicht sein, dass die Hietzingerinnen und Hietzinger über das Bezirksbudget für die Beseitigung von Asbestbelastungen aufkommen müssen. Der Schutz der Gesundheit ist eine gesamtstädtische Verantwortung und darf nicht zulasten der finanziellen Handlungsspielräume unseres Bezirks gehen“, stellt Zinkl klar.

Hier findet man aktuelle Infos der Stadt Wien zu dem Thema

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