„Aktion scharf“ gegen Raser und Diskobetreiber

Anzeigen, Führerscheinabnahmen und Verhaftungen gab es bei der Schwerpunktaktion gegen Roadrunner. ©Gruppe Sofortmaßnahmen

In Favoriten wurde eine Schwerpunkt-Aktion gegen so genannte „Roadrunner“ (Autofahrer, die sich illegale Wettrennen auf öffentlichen Straßen liefern) durchgeführt. Parallel dazu wurden in der Leopoldstadt Diskotheken und Gewerbebetriebe kontrolliert. Es kam insgesamt zu fast 50 Anzeigen, zwei Personen mussten festgenommen werden.

Immer wieder verursachen Roadrunner schwere oder sogar tödliche Unfälle, wie im September letzten Jahres, als eine unbeteiligte Frau am Schottenring auf einer Kreuzung von einem Roadrunner „abgeschossen“ wurde. Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, unterstrich daher die Wichtigkeit der Schwerpunktaktion: „Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat oberste Priorität. Die Aktion gegen Roadrunner verdeutlicht unsere Entschlossenheit, rücksichtsloses Verhalten nicht zu tolerieren“.

Enge Zusammenarbeit aller Dienststellen

Die Kontrolle mit Schwerpunkt gegen Raser fand durch die Gruppe Sofortmaßnahmen gemeinsam mit Beamten der Stadtpolizeikommanden Favoriten und Simmering, der Abteilung Fremdenpolizei sowie Bediensteten der Landesfahrzeugprüfstelle statt. Hillerer: „Wir arbeiten eng mit der Polizei und anderen Dienststellen zusammen, um für mehr Verkehrssicherheit in unserer Stadt zu sorgen und das Bewusstsein für die Folgen solchen Fehlverhaltens zu schärfen.“

Die Bilanz der Straßenkontrollen

  • 206 Identitätsfeststellungen
  • Zwei Festnahmen
  • 108 Alkovortests
  • Vier Führerscheinabnahmen
  • 32 Anzeigen wegen schwerer Mängel an Fahrzeugen

Stichproben in der Gastro-Szene

Ziel dieser zweiten Aktion des Abends war die Überprüfung der Einhaltung von Vorschriften, einschließlich Hygiene- und Sicherheitsstandards, Lärmbelästigung, Rauchverbot und weiteren Auflagen für Gastronomiebetriebe und Diskotheken. Zusätzlich wurden Kontrollen auf unbefugte Gewerbeausübung durchgeführt. „Regelmäßige Einsätze in der Gastronomie-Szene sind entscheidend, um sowohl die Rechte der Arbeitnehmer zu schützen als auch die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten“, so Hillerer.

Die Bilanz der Lokalkontrollen

  • Drei Anzeigen wegen Verstoß gegen die Gewerbeordnung
  • Eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Rauchverbot
  • Eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz
  • Mehrere Anzeigen wegen Verstoß gegen Bescheidauflagen
  • Eine Beschlagnahmung wegen unbefugter Gewerbeausübung
  • Zwei Anzeigen wegen Nichteinhaltung der Sperrzeit und Einstellung des Gartenbetriebes in zwei Nachtklubs
  • Zwei Anzeigen wegen Verstoß gegen das Arbeits- und Sozialversicherungsgesetz
  • Schließung einer Betriebsanlage wegen unbefugter Gewerbeausübung
  • Verfahrensanordnung wegen Nichteinhaltung der Durchgangsbreite bei einem Hauptverkehrsweg
  • Eine Stilllegung der Musikanlage

Zusammenfassend äußerte sich Hillerer zu den beiden Schwerpunktaktionen folgendermaßen: „Die vielfältige und anspruchsvolle Arbeit der Gruppe Sofortmaßnahmen spiegelt sich in unserer stetigen Bemühung wider, die Lebensqualität und Sicherheit unserer Stadt und ihrer Bewohner zu fördern“.