Brigittenau: Auch hier leiden die Hotels „Wir liegen bei 30 Prozent der Gäste der vergangenen Jahre“

nosko

Um 75 Prozent sind im September laut WienTourismus die Nächtigungen der Wiener
Beherberbungsbetriebe zurück­gegangen. Da geht es dem Hotel Marienhof in der Hartlgasse sogar noch knapp besser. „Wir liegen derzeit bei 30 Prozent“, sagt Franz Hohenberger, der das Hotel gemeinsam mit seiner Frau Krystyna Shchurovska führt. Der Sommer war weit besser. Hohenberger: „Im Juni und Juli waren wir gut gebucht.

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Gratis parken
Im Marienhof steigen vor­wiegend russische und ukrainische Touristen ab – sprachlich ist hier Hohenbergers Ehefrau zuständig. Wovon das Hotel in „Normalzeiten“ profitiert, sind die Gratis-Parkplätze im Hof – in der Bri­gittenau ein gutes Argument. Derzeit ist das größte Plus des 30-Betten-Hotels
allerdings sein hoher Anteil an Appartements: Hier können Gäste selbst kochen und müssen nicht ins Restaurant essen gehen. Die Preise sieht Hohenberger bei der Hälfte des Normalniveaus: „35 bis 40 Euro kostet das Doppelzimmer derzeit.“ Aufgrund der vielen Reisewarnungen befürchtet der Hotelbetreiber allerdings, dass nun noch ­weniger Gäste kommen.

Dies sieht auch Alexander Lang, Geschäftsführer des 2018 eröffneten „The Niu Franz“-Hotel in der ­Dresdner Straße, so. Viele seiner Gäste kommen aus Übersee: „Die sind durch Österreicher nicht zu ersetzen.“ Der August sei „ein Lichtblick“ gewesen, ab Mitte September habe das Geschäft stark nachgelassen.