Dunkelheit: Unterschätzte Gefahr auf der Straße

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©ÖAMTC, Christian Husar

Es wird früher finster. Damit steigt im Herbst und im Winter die Unfallgefahr im Straßenverkehr. Jeder siebte Autofahrer ist mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs, im Osten des Landes sogar jeder sechste. Mit einer ganz besonderen Aktion haben Polizei und der Automobilclub ÖAMTC für mehr Sichtbarkeit auf den Straßen gesorgt. Denn Unfälle mit Personenschaden beliefen sich im Jahr 2021 österreichweit auf 7.232 in dunklen Stunden. Dabei kamen 125 Menschen ums Leben. Die meisten Unfälle ereignen sich von Oktober bis Februar.

Sehen und gesehen werden

Unter diesem Motto setzte der Mobilitätsclub gemeinsam mit der Polizei auch dieses Jahr im November an insgesamt 33 Standorten, in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, die Verkehrssicherheitsaktion „Flugzettel statt Strafzettel“ um.

Im Zuge der Lichtaktionen bei Dämmerung und Dunkelheit wurden insgesamt 478 Kfz-Lenkende, die mit einer mangelhaften Licht-Anlage unterwegs waren, von der Polizei angehalten. Statt eines Strafzettels erhielten die betroffenen Autofahrerinnen und Autofahrer jedoch einen Flugzettel mit Sicherheitshinweisen und die ÖAMTC-Technikerinnen und Techniker behoben den vorliegenden Mangel noch an Ort und Stelle kostenlos. So wurden bei den knapp 480 angehaltenen Fahrzeugen im Osten Österreichs über 600 Lampen getauscht.

Sicherheitsbewusstsein schärfen

Die Leiter der Landesverkehrsabteilungen der Polizei – Willy Konrath (NÖ), Thomas Losko (Wien) und Andreas Stipsits (Burgenland) – waren bei den Lichtaktionen zum Teil auch persönlich vor Ort: „Bei dieser erfolgreichen Aktion steht die Bewusstseinsbildung im Vordergrund. Wir möchten darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine funktionierende Fahrzeugbeleuchtung gerade in den Herbst- und Wintermonaten ist“, so die Polizeivertreter unisono. Aufgrund der schlechteren Sichtbedingungen in dieser Jahreszeit ist eine intakte Licht-Anlage essenziell für die Sicherheit im Straßenverkehr.

Jakob Pflegerl, Leiter der ÖAMTC-Stützpunkte in Wien, Niederösterreich und Burgenland, ergänzt: „Alle Verkehrsteilnehmenden sind gleichermaßen gefordert, für Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu sorgen. Einerseits um selbst besser wahrgenommen zu werden, andererseits um andere Verkehrsteilnehmende und Hindernisse rechtzeitig zu erkennen.“ 

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