450 Mittagessen täglich

Essen retten statt wegwerfen: Herz-Jesu Krankenhaus holt Silber

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Von der Redaktion empfohlen

Im Herz-Jesu Krankenhaus wird mit Geschmack und viel Verantwortung aufgekocht: Für seinen sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln holt das Wiener Spital erneut Silber in der österreichweiten Jahresauswertung des MONEYTOR-Programms von United Against Waste.

Damit belegt die Küche Platz zwei unter allen teilnehmenden Krankenhäusern des Landes. Innerhalb der Vinzenz Gruppe steht sie sogar ganz oben am Stockerl.

Bewusst gekocht

Rund 450 Mittagessen bereitet das Team um Küchenchef Gerhard Jung täglich zu. Damit möglichst wenig in der Tonne landet, schaut die Mannschaft genau hin: Mit dem digitalen Programm MONEYTOR werden Mengen, Speiserückläufe und Menüpläne laufend unter die Lupe genommen. Angepasste Portionen, eine durchdachte Planung und die schonende Verarbeitung der Zutaten helfen, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Frische und Qualität bleiben dabei ebenso wichtig wie der bewusste Umgang mit Ressourcen.

Einsatz, der zählt

Elvira Czech, Geschäftsführerin Herz-Jesu Krankenhaus.
Elvira Czech, Geschäftsführerin Herz-Jesu Krankenhaus. | © Felicitas Matern/ Herz-Jesu Krankenhaus

Für Geschäftsführerin Elvira Czech ist die Auszeichnung vor allem ein Erfolg der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Nachhaltigkeit beginnt im täglichen Handeln“, betont sie. Lebensmittel wertzuschätzen sei nicht nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit, sondern auch Ausdruck der Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt.

Die Auszeichnung würdigt Küchen mit besonders niedrigen Lebensmittelverlusten. Das Ziel des Programms: Lebensmittelabfälle in der Gastronomie bis 2030 zu halbieren.

Mit gutem Geschmack

Doch bei aller Abfallvermeidung muss natürlich auch das Essen schmecken.

„Die Küche muss auch jeden Tag dieselbe Leistung abrufen, der Geschmack muss passen, und die Gäste müssen zufrieden sein – und auch meine Mitarbeiter*innen. Denn nur dann stimmt die Qualität.“

…sagt Küchenchef Jung.

Auf dem Stockerl ausruhen will sich das Team jedenfalls nicht: Silber ist für die Spitalsküche ein Ansporn, weiterhin neue Wege gegen Lebensmittelverschwendung zu finden.

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