Junge Gewerkschaft: „Stark sind wir gemeinsam“

Spitzenvertreter: AK-Präsidentin ­Renate ­Anderl (M.) mit ihren Vizepräsidentinnen und ­Vizepräsidenten Barbara Teiber, Erich Kniezanrek, Helmut Gruber und Regina Assigal (v. l. n. r.). Bild: FSG/Johannes Zinner

Eine Interessenvertretung für alle, die arbeiten – damit haben junge Menschen oft kaum Berührungspunkte. Dabei ist eine starke Vertretung besonders für sie wichtig.

Wir sollen länger arbeiten, sollen flexibler sein, sollen dies und das. Aber wer hört auf das, was wir brauchen, um gut leben zu können?“, ärgert sich Stephanie Grguric. Die 20-jährige Verwaltungsassistentin hat während der Pandemiezeit ihre Lehre mit Matura gemacht. Ihre Erinnerung daran ist düster: „Meine Mitschülerinnen, Mitschüler und ich haben uns von der Regierung im Stich gelassen gefühlt. Wir Jungen wurden total vergessen. So wie jetzt wieder, alles wird teurer und nichts wird getan.“

Fairness

Ein Befund, den auch AK-Präsidentin Renate Anderl teilt: „Wir brauchen faire Arbeitsbedingungen und Löhne, von denen man gut leben kann. Die steigenden Preise machen ein gutes Leben unheimlich schwer. Vor allem auch für junge Menschen, die in Ausbildung sind oder ins Berufsleben starten.“

Denn besonders Junge leiden an den Folgen der wirtschaftlichen Krise. Es gibt zwar wieder mehr Jobs, aber die Inflation frisst das meist geringe Gehalt oder die Lehrlingsentschädigung schnell auf. Stephanie Grguric will sich nicht nur darüber ­ärgern, sondern hat sich entschlossen, in der Gewerkschaft für junge Menschen einzutreten. „Ich weiß, wie viele Junge sich von der Regierung verlassen fühlen. Ich will, dass die jungen Stimmen gehört und wahrgenommen werden!“

Unterstützung

In der Gewerkschaft und ­Arbeiterkammer stößt die junge Donaustädterin mit ihren Forderungen auf offene Ohren. „Junge Menschen wie Stephanie Grguric haben unsere volle Unterstützung, wir kämpfen gemeinsam für die gleiche Sache: nämlich für mehr Gerechtigkeit!“, so ­AK-Präsidentin Anderl.

Mehr Info: http://fsg-akwien.at