Öffnungen: Wien geht Sonderweg

(C) C.Jobst/PID

Die Infektionszahlen in Österreich sind weiterhin auf sehr hohen Niveau. Dennoch setzt die Bundesregierung auf breite Öffnungsschritten mit 5. März. Neben der 3-G-Regel fällt auch in weiten Teilen die Maskenpflicht. Wien werde aber nicht alle Schutzmaßnahmen mittragen. Einen ähnlichen Sonderweg ging die Stadt bereits im Sommer 2021.

Anzeige

Neue Phase

Man sei pandemisch in einer „neuen Phase“ angelangt, so Bürgermeister Michael Ludwig. Diese neue Phase sei allerdings „kein Grund leichtsinnig zu sein“. Denn die Pandemie ist noch nicht vorbei. Aufgrund der Flexibilität des Virus ist es notwendig auch flexibel auf den Virus zu reagieren. Nach wie vor sind die Belegszahlen in den Spitälern auf hohem Niveau, Personal fällt aus und die pro Kopf Belegung ist für das Gesundheitspersonal weiterhin hoch.

2G und Masken

Ab 19. Februar gilt bundesweit überall da, wo eine 2G-Regel galt, die 3G-Regel. Mit 5. März sollen die G-Regelungen komplett fallen. Bürgermeister Ludwig möchte allerdings die 2G-Regel für die Wiener Gastronomie über den 19. Februar beibehalten. Für die Nachtgastronomie kann sich der Wiener Stadtchef eine 2G oder 2G+Regelung vorstellen.

Neue Gewohnheiten, wie das Tragen der FFP2-Maske in Innenräumen sollen weiterhin beibehealten werden.

Testsystem

Bürgermeister Ludwig lobte das Wiener Testsystem. „Man habe mit ,Alles Gurgelt’ ein sehr effektives und international renommiertes Testsystem in Wien eingeführt,“ so Ludwig. Das kostenlose und breite Wiener Testangebot habe viele Erkrankungen verhindert. Auch wurde damit nicht nur gesundheitlicher Schaden, sondern auch volkswirtschaftlicher Schaden vorgebeugt. Er hoffe weiterhin, dass auch der Bund die Gratis-Tests ermögliche. Alleine könne und werde die Stadt das Testsystem nicht finanzieren.