Zwischen Bäckerstraße, Wollzeile und den historischen Gassen rund um die Alte Universität Wien entsteht in den kommenden zwei Jahren ein ebenso modernes wie offenes Zentrum für Wissenschaftsvermittlung. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Universität Wien und die TU Wien entwickeln gemeinsam das Q Science Communication Center; einen Ort, der Dialog, Neugier und Teilhabe ins Zentrum rückt und damit nicht nur das Gebäude selbst, sondern das ganze Viertel neu belebt.

Bei der Verkündung des neuen Namens (v.l.n.r.): Uni Wien-Rektor Sebastian Schütze, Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner (Ministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung), Q-Gründungsdirektor Christopher Lindinger, Bildungs-Bundesminister Christoph Wiederkehr, ÖAW-Präsident Heinz Faßmann und TU Wien-Rektor Jens Schneider. © Klaus Pichler
Spielerische Antworten auf Wissenschafts-Fragen
Die bisherige Aula der Wissenschaften verabschiedete sich Ende 2025 als Event-Location.Das zukünftige “Q. Dein Raum für Wissenschaft” setzt auf Interaktion, Mitmachen und spielerisches Entdecken. Q steht für Question und damit für den Anfang jeder Erkenntnis. Das Science Center richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene und möchte Neugier zum Motor des Lernens machen. Rund 70.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr sollen hier künftig erleben, wie Forschung funktioniert und welche Rolle Wissenschaft im Alltag spielt.
Mit drei flexibel nutzbaren Ausstellungsräumen, Workshop-Bereichen und Do-it-yourself-Laboren entsteht ein Programm, das junge Köpfe aktiv einbindet. Das denkmalgeschützte Gebäude wird dafür umfassend saniert, technisch modernisiert und räumlich neu gedacht. Die Bauarbeiten sind seit März 2026 im Gang und sollen bis Februar 2027 abgeschlossen sein.

Visualsierung des Q-Eingangsbereichs © mohr niklas architekten ZT GmbH
Mehr Grün und kurze Wege bereichern Grätzel
Neben dem inhaltlichen Neustart sorgt das Projekt auch im Viertel für frische Akzente. Zwischen dem Haupteingang und der Bäckerstraße wird ein zusätzlicher Durchgang geschaffen. Ein komfortables Plus für Fußgängerinnen und Fußgänger, die in diesem dicht bebauten Teil der Innenstadt oft kurze Wege schätzen.
Der Vorplatz an der Wollzeile wird begrünt und mit Sitzgelegenheiten ausgestattet. Bäume, Wasserelemente und offene Arkaden sollen die historische Struktur mit einer zeitgemäßen, einladenden Atmosphäre verbinden. Damit entsteht ein kleiner, aber lebendiger Freiraum, der den öffentlichen Raum sichtbar aufwertet.

Visualisierung Q-Ausstellungsbereich © ÖAW/Uni Wien/TU Wien
Junges Programm entsteht im neuen Founding Lab
Bevor das Q im nächsten Jahr seine Türen öffnet, beginnt die inhaltliche Arbeit bereits 2026 im sogenannten Founding Lab in der nahegelegenen Predigergasse. Dort entwickeln Expertinnen und Experten aus Vermittlung, Gestaltung und Wissenschaft gemeinsam mit Jugendlichen die ersten Projekte. Der Anspruch: eine Ausstellungskultur, die partizipativ und experimentierfreudig ist und alle einbindet. Pop-Up-Events sollen schon ab diesem Jahr Einblicke geben, was im Q später auf 4.000 Quadratmetern Raum finden wird.
Die Vision der drei Institutionen für das Q ist klar: ein offener Ort, der zeigt, wie Forschung funktioniert und an dem kritische Fragen erwünscht sind. Mit dem Q entsteht somit ein neuer, lebendiger Treffpunkt für junge Menschen, Wissenschaftsinteressierte und das gesamte Grätzel.
qscience.space
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