Selfmaid – Do-it-Yourself & Upcycling

Selfmaid Ingrid Luttenberger | ©Stefan Joham

Do-it-Yourself und Upcycling macht Freude! SELFMAID Ingrid Luttenberger zeigt unserer WBB-Community, wie leicht man aus vorhandenen oder alten Gegenständen etwas Neues mit tollem Design zauber. „Nütze, was Du bereits hast“, sagt die Selfmaid, das ist kreativ und nachhaltig. Für die Umwelt, weil Ressourcen geschont werden. Und für die Geldbörse, weil man selbst Neues erschafft, ohne Neues kaufen zu müssen. Und darauf darf man schon ein bisschen stolz sein.

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Der Cool-Pot ohne Strom

Mit Sand, Wasser und Ton einen Cool-Pot selber bauen? Ja! Wir zeigen, wie leicht das geht. 

Aus Blumentöpfen lässt sich ein Gefäß basteln, in dem Verdunstungskälte ohne Strom fürs Kühlhalten von Jause oder Getränken sorgt. Ideal dafür sind „rohe“ Tontöpfe ohne Farbglasur, einer etwas größer als der andere. Ein Untersetzer oder eine umgedrehte Schale fungieren als Deckel.

Du brauchst:
– 2 Blumentöpfe aus Ton, die ineinanderpassen – sie müssen also die gleiche Form, aber unterschiedliche Größen haben
– Deckel aus Ton (z. B. ein Untersetzer oder eine Schale) 
– Sand
– Wasser 

Und so geht’s:

  1. Sollte im Boden des größeren Topfs ein Loch sein: einfach von innen etwas zum Abdecken drüberlegen. Danach Sand in den Topf schaufeln, bis der Boden zwei bis drei Zentimeter bedeckt ist.
  2. Den kleineren Topf mittig auf den Sandboden im größeren Topf stellen. Beide sollen jetzt etwa gleich hoch sein. Nun den Leerraum zwischen den beiden Töpfen bis nach oben mit Sand füllen.
  3. Den Sand im Zwischenraum mit so viel kaltem Wasser begießen wie ­möglich.
  4. Das Kühlgut in den inneren Topf legen, Deckel drauf – und sich freuen! Denn die Luft im Cool-Pot ist nach einer halben Stunde um fünf bis sechs Grad kühler als die Außentemperatur. 
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©Angelo Kreuzberger

Wachs und Kokos helfen dem Holz

Gleich vorweg: Das Ergebnis ist großartig! Sogar alte, verfärbte hölzerne Schneidbretter bekommen mit dieser Do-it-yourself-Behandlung eine seidige Oberfläche, traumhaften Duft und fast ewiges Leben. 

Du brauchst:
– Bienenwachs
– Kokosöl (heißt auch Kokosfett)
– Schmirgel- bzw. Sandpapier, Küchenwaage,
– Kochtopf
– kleine Gläser oder Dosen für die fertige Holzpflege
– 4 Gramm Wachs auf 100 Gramm Öl ergeben eine schöne Portion

Und so geht’s:
1. Das Holzbrett – je nach Verschmutzungsgrad – mit gröberem oder feinerem Schmirgelpapier (bekommt man in Baumärkten und ­im Bastelbedarf) gut abschmirgeln. 
2. Etwa 4 Gramm Bienenwachs und 100 Gramm Kokosfett abwiegen. Beides in einem ­Wasserbad oder einem Topf, der nur fürs Basteln ist, langsam schmelzen. Es soll nicht rauchen!
3. Gut vermischen und vom Herd nehmen, wenn alles flüssig ist. Nur kurz auskühlen lassen und noch in flüssigem Zustand in die vorbereiteten, sauberen kleinen Schraubgläser oder Dosen füllen.
4. Erstarren lassen – und loslegen! Eine schöne Portion der duftenden, festen Creme entnehmen, z. B. mit einem kleinen Löffel. Auf das bedürftige Holzbrett schmieren und mit einem sauberen Baumwolltuch einreiben.

Besser geht’s nicht! Sogar die Hände werden von diesen herrlichen Ingredienzien gepflegt.

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©Ingrid Luttenberger

1.000 Wünsche in einem Glas – DIY-Geschenk Löwenzahn

Du brauchst:
– Löwenzahn
– Schraubglas mit Deckel
– dünnen Draht
– starke Schere
– Klebstoff
– Styropor oder anderes Material, in dem der Draht stecken kann

Für dieses zauberhafte DIY-Geschenk pflückt man einen verblühten Stängel Löwenzahn in einem ­bestimmten ­Stadium: Er hat ein geschlossenes grünes Köpfchen, oben lugt weißer Flaum hervor. 

Und so geht’s:
1) Ein Stück Draht abschneiden, das etwa 3 cm länger ist als der gepflückte Stängel.
2) Den Draht von unten in den hohlen Stängel bis zum Blütenkopf schieben. Dort spürt man einen kleinen Widerstand. Diesen durchstechen und mit dem Schieben aufhören – der Draht soll nur ganz wenig in den Blütenkopf hineinragen. 
3) Unten steht der Draht ca. 3 cm aus dem Stängel heraus. Damit wird er auf Styropor oder ein ähn­liches Material gesteckt. 
In einigen Stunden oder 
am nächsten Tag sollte das Köpfchen seine Samenkrone geöffnet haben. 
4) Um die „Pusteblume“ hinter Glas zu bekommen, klebt man auf die Innen­seite eines Schraubglas-Deckels ein Stück Styropor und steckt das Wunderwerk auf seinem Draht dorthin. Glas darüber, zuschrauben – und jemandem Freude schenken!

Tipp: Wer mehrere Löwenzähne präpariert, kann sich für sein Glas den mit der prächtigsten Samenkrone aussuchen. 


Sag’s selbst gemacht! – DAS DIY ZUM MUTTERTAG

Einige Tropfen Öl machen Papier transparent. Es wird zur Banderole, zur Karte, zum Leuchtobjekt.

Speiseöl macht Kopierpapier zum Alleskönner. Es lassen sich daraus Banderolen für Blumensträuße gestalten, verzierte Hüllen für Gutscheine und Glückwünsche. Und das Beste daran: nachts werden daraus Leuchtobjekte, wenn man sie um eine Kerze im Glas stellt! 

Du brauchst: 
– Papier
– Speiseöl
– Backblech
– Pinsel
– Tücher oder Küchenrolle
– Stempel zum Verzieren
– Alternativ: Ein Foto, das auf Papier ausgedruckt ist

Und so geht’s:

1) Kopierpapier auf ein Backblech legen. Mit Speiseöl (z.B. Rapsöl, das ist geruchsneutral) beträufeln und mit einem Pinsel oder den Händen das Öl gleichmäßig ins Papier einreiben.

2) Das vollgesogene Papier auf ein Tuch legen, mit Küchenrolle oder einem zweiten Tuch alles überschüssige Öl gründlich entfernen.

3) Das nun transparente Papier verzieren – z.B. mit Stempeln.

4) Das Transparentpapier als Banderole um einen Blumenstrauß wickeln oder zusammenfalten und als Hülle für einen persönlichen Gutschein verwenden.

5) Nachts wird Transparentpapier ein Leuchtobjekt: Zu einer Rolle formen, hinten mit einer Büroklammer fixieren und um ein höheres Glas mit Kerze stellen.

Tipp & Alternative: Das Lieblingsfoto der besten Mutter der Welt auf Papier ausdrucken. Mit Öl transparent machen und abends um eine Kerze im Glas stellen. Macht Freude!


©Luttenberger/Selfmaid: Aus Eierschalen lassen sich zu Ostern wunderbare Vasen zaubern.

Kreative Ostern ohne Abfall

Selbermachen und Upcycling werden immer beliebter. Nicht nur, weil man sich beim Basteln kreativ austoben kann. Auch der schlaue Umgang mit Ressourcen gewinnt immer mehr Fans. Mit witzigen Ideen lässt sich ein Osterfest ohne Abfall gestalten.

Schon einmal daran gedacht, ungekochte, grüne Pasta statt Kunststoffgras ins Körberl zu legen? Auch Weintrauben machen sich ganz wunderbar als Untergrund für Ostereier und werden später einfach auch aufgegessen.

Viel Freude mit unseren SELFMAID-Tipps, die unsere Leserinnen und Leser als Video-Tutorials Schritt für Schritt zum Nachmachen hier finden. Frohe Ostern!

Der nackte Hase

Dieser Marzipan-Hase besteht aus geriebenen Mandeln, Honig und sonst nix! Einen Teil Honig mit zwei bis drei Teilen geriebenen Mandeln verkneten, bis eine gut formbare Masse entsteht, die nicht mehr an den Fingern klebt. Wie der Hase kinderleicht aus einem einzigen Röllchen Teig zu formen ist, zeigt das Video-Tutorial.

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Geschenkpackerl mit Ohren

Wer ein Tetra Pak „abschält“, legt naturfarbenen oder weißen Karton frei. Ohren schneiden, Geschenk reinlegen, ein Band herum: Frohe Ostern!

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Durch und durch organisch

Ostereier lassen sich ganz ohne Chemie und Farbe zu kleinen Kunstwerken gestalten. Kristallzucker und Wasser im Verhältnis 1:1 aufkochen, verrühren, etwas abkühlen lassen und den Sirup als Kleber verwenden. Blüten und zarte Blätter lassen sich damit leicht aufpinseln. Und wer genau hinschaut: Die Eier sitzen in Spinatnudel-Nestern! Diese gibt’s dann nach Ostern mit Sugo.

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Vase als Nahrung

Für die letzte Eierspeise vor Ostern die Eier so aufschlagen, dass oben nur ein kleines Loch entsteht. Dotter und Eiklar „herausschütteln“, die Eierschalen ausspülen, in Eierbechern „anrichten“ und mit Blumen der Saison füllen. Wenn die kleinen Vasen nicht mehr gebraucht werden: Die Schalen zerstoßen, ins Gießwasser streuen und so den Kalk als Dünger für Balkon-, Garten- und Zimmerpflanzen gewinnen.

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©ZVG

Trennen wird belohnt

Für die Umwelt lohnt sich Mülltrennung immer – zum Global Recycling Day am 18. März gibt es zusätzlich Preise. Ines Kilnhofer von „RecycleMich“ (im Bild links) und Fabio Cella, Österreich-Chef von Coca-Cola (im Bild in der Mitte), verlosen 50 Upcycling-Bücher „Spaß mit Müll – Design aus Abfall“.

Cella begrüßt das Flaschenpfand ab 2025 und greift vor: „Wir müssen schon jetzt so viele PET-Flaschen wie möglich im Kreislauf halten.“ Autorin Ingrid Luttenberger (im Bild rechts) schätzt das: „Unser Umgang mit Ressourcen ist der Schlüssel zum Umweltschutz.

Gewinnspiel: App unter recyclemich.at aufs Handy laden und Einwürfe in die gelbe Tonne dokumentieren.