Tempel für Wien

Spatenstich für einen neuen Sakralbau

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Die „Heiligen der Letzten Tage“ bekommen in der Silbergasse ihren Tempel in Österreich.

Ihren ersten Tempel in Österreich lassen derzeit die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in der Silbergasse 2 in Döbling errichten. Das derzeit noch bestehende Gemeinschaftshaus, ähnlich einem Kirchenbau samt Glockenturm, wir in den nächsten Wochen abgerissen, um den Tempelbau auf diesem Areal zu ermöglichen. Der feierliche Spatenstich hat am Samstag stattgefunden. Für den Neubau werden die bestehende Flächenwidmung und die Bauhöhe voll ausgenützt. Es findet aber keine Erweiterung statt.

Die Errichtung des ersten Tempels der Glaubensgemeinschaft im Österreich macht die Mitglieder besonders stolz, da einige der rituelle Handlungen wie die Siegelung (Eheschließung) und die stellvertretende Taufe nur in einem Tempel durchgeführt werden können. Gläubige aus Österreich mussten bisher einen Tempel im Ausland aufsuchen. Der Tempel in der Silbergasse wird das in ein paar Jahren aber ändern.

Finanzierung gesichert  

Die etwa 4.700 Mitglieder der Glaubensgemeinschaft finanzieren den Bau mit ihren Beiträgen und Spenden. Weil die Gläubigen regelmäßig ihren Zehent an die Kirche abführen müssen, ist offenbar auch ausreichen Geld vorhanden, um den Tempelbau (Kostenschätzungen schwanken zwischen 5 und 15 Millionen Euro) zu finanzieren. Die Kirche selbst will die finanziellen Aufwendungen keinesfalls beziffern.

Im Himmel mit Familie

Für den Bezirk wird der Tempel sicherlich ein Anziehungspunkt für die Gläubigen sein. Die Mormonen sind Angehörige einer im 19. Jahrhundert in den USA gegründeten christlichen Glaubensgemeinschaft, deren größte Organisation die „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ ist. Diese glauben nach dem Tod mit ihren Ehepartnern und Familien weiterleben zu können. Mormonen glauben an die Bibel, erkennen aber auch andere Bücher als Heilige Schriften an, wie etwa das Buch Mormon. Sie glauben, dass alle Menschen Geistkinder Gottes sind und dass die Rückkehr zu Gott voraussetzt, dass man dem Beispiel von Jesus Christus folgt und sein Sühneopfer durch Verordnungen wie die Taufe annimmt. Weltweit gibt es derzeit 218 Mormonen-Tempel.

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