Forschungsprojekt

KI soll zukünftig Eisbär und Mensch schützen

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Der Tiergarten Schönbrunn unterstützt ein internationales Forschungsprojekt von Polar Bears International zur Entwicklung eines KI-gestützten Frühwarnsystems. Durch die Bereitstellung von Videomaterial des hauseigenen Eisbären-Männchens wird die Technologie trainiert, um zukünftig Mensch-Tier-Konflikte in der Arktis zu verhindern.

Anlässlich der Polar Bear Week von 1. bis 7. November rückt der Tiergarten ein innovatives Forschungsprojekt in den Mittelpunkt, das Eisbären mithilfe künstlicher Intelligenz erkennen soll, bevor sie Menschen zu nahe kommen. In diesem Projekt geht es darum, dass die Artenschutzorganisation Polar Bears International ein System entwickelt, um gefährliche Situationen frühzeitig zu entschärfen. Der Wiener Zoo steuert dafür wichtiges Bildmaterial seines Eisbären-Männchens bei.

Aufgrund des Klimawandels schwindet das arktische Meereis, wodurch die Raubtiere immer mehr Zeit an Land verbringen und die Konflikte zunehmen. „Durch den Klimawandel schwindet das arktische Meereis. Eisbären verbringen immer mehr Zeit an Land, wodurch die Mensch-Tier-Konflikte zunehmen können. Werden die Tiere frühzeitig erkannt, lassen sich gefährliche Situationen vermeiden. Das schützt nicht nur Menschen, sondern kann auch verhindern, dass Eisbären bei Konflikten verletzt oder getötet werden. Dieses Projekt ist ein Beispiel dafür, wie wertvoll die Zusammenarbeit von Zoos und Artenschutzorganisationen vor Ort für den Schutz bedrohter Tierarten ist“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck.

Kostengünstige Technologie

Das neue System namens „Bear-vision“ soll eine kostengünstigere Alternative zum bereits erfolgreichen, aber teuren Radarsystem „Bear-dar“ darstellen. Das Programm erkennt Tiere automatisch auf Videobildern. Dafür zeichnet der Tiergarten das Männchen bei unterschiedlichsten Wetter- und Lichtbedingungen auf, um die KI effektiv zu trainieren.

Zusätzlich trägt das Tier durch regelmäßiges medizinisches Training zur Wissenschaft bei. Diese Einheiten dienen der geistigen Beschäftigung und ermöglichen eine stressfreie Untersuchung ohne Narkose. So können wichtige Blutproben entnommen werden, deren Referenzdaten bei der Einordnung von Untersuchungsergebnissen wildlebender Artgenossen helfen.

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