Das große Gastro-Sterben geht weiter. Nach dem Wambacher (Hietzing) und kleineren Lokalen ist nun ein herziges Kaffeehaus an der Reihe. Daniela‘s Back-Cafe in der Breitenseer Straße 17 kann nicht mehr.

Im Gegensatz zu anderen Lokalen geht das Sterben in Penzing ganz leise vor sich. In den sozialen Medien scheint das kleine Cafe in der Breitenseer Straße 17 noch ganz normal auf. Doch wer das Lokal besuchen will, wird auf der Eingangs-Glasscheibe mit einem schlichten Zettel überrascht:

Das war‘s. Daniela und Sabine, die guten Seelen des netten, kleinen Back-Cafes verabschieden sich: „Trotz allem Schmerz über die Geschäftsaufgabe möchten wir uns herzlich bedanken!“ Dabei war das Wiener Bezirksblatt seit Jahren regelmäßiger Gast – oft einmal im Monat. Und die Beobachtung war: Das Cafe mit selbstgemachter Mehlspeise und sehr moderaten Preisen war nie leer. Okay, es war nicht gesteckt voll, aber dass es wirtschaftlich in Schieflage ist, war nicht auf einen Blick abzusehen.

Preise haben nicht geholfen

Dabei wurden die Preise optimal an die Gegend angepasst. Den Frühstückskaffee gab es lange Zeit um 3 Euro, noch vor kurzem wurden „Mittagsteller“ um wohlfeile 8,50 Euro (Erdäpfelgulasch mit Gebäck) oder 8,90 Euro (Spinat mit Spiegelei und Erdäpfeln) angeboten. Und das Weihnachtsgeschäft gab es ebenso günstig: Daniela bot ein Kilo Vanillekipferl um 45,90 Euro an.

Jetzt ist es wieder einmal zu spät. Fix ist: Das Wiener Bezirksblatt wird Daniela‘s Backcafe vermissen.

Weitere Infos zum Gastro-Sterben: https://wienerbezirksblatt.at/wirbel-um-den-wambacher-jetzt-spricht-der-paechter/

Hans Steiner
Chefredakteur