Verkehrsrevolution: Äußere MaHü wird zur Einbahn!

Verkehrsstadträtin Ulli Sima und Rudolfsheim-Fünfhaus-Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht haben eine „Revolution“ ausgerufen: Die derzeit als Durchzugsstraße geltende Äußere Mariahilfer Straße wird ab 2024 zur Einbahn stadtauswärts umgebaut. Das wollen die Anrainer laut Befragung so, heißt es.

Es ist ein Paukenschlag, auch wenn schon länger darüber spekuliert wurde: Die derzeit eher als hässlich zu bezeichnende Mariahilfer Straße ab dem Westbahnhof bis zum Technischen Museum soll radikal umgebaut werden. Sie wird zur Einbahn stadtauswärts mit „einem breiten Gehsteig-Boulevard, einem geräumigen Radweg und zahlreichen Bäumen und Grünflächen“, so Verkehrsplaner Andreas Käfer bei der Pressekonferenz mit Stadträtin Ulli Sima und Bezirkschef Dietmar Baurecht. Sie vermögen das Ergebnis aus der großen Bürgerbefragung herauszulesen.

2.515 Fragebögen

Dazu folgende Zahlen: 8.600 Folder wurden an die Rudolfsheim-Fünfhauser ausgeschickt, 2.515 Fragebögen kamen ausgefüllt zurück. Dazu gab es zahlreiche Stellungnahmen über die digitalen Plattformen. 62 Prozent waren aber nur aus dem 15. Bezirk, der Rest aus der Nachbarschaft. Und 56 Prozent derer, die ihre Meinung sagten, waren Frauen. „Die Bürgerwünsche in aller Kürze: Die Anrainer wollen mehr Grünflächen, mehr Bäume, mehr Kühlung des öffentlichen Raumes, breitere Gehsteige, sicherere Radwege und mehr Sicherheit für die Kinder. Mir ist dabei wichtig, dass die Öffis keine Einschränkung erfahren, denn 20.000 fahren regelmäßig mit den beiden Linien in der Äußeren Mariahilfer Straße.“

Für Autofahrer nicht einfach

Laut Verkehrsplaner Käfer sind all die Bürgerwünsche am besten „mit einer Einbahnregelung stadtauswärts möglich“. Für Bezirkschef Baurecht ist wichtig, „dass die Straße aus dem Dornröschenschlag wachgeküsst wird. Und dass das Einkaufen attraktiver gemacht wird und der Westbahnhof als Knotenpunkt schöner und besser wird. Zudem wird sichergestellt, dass die Zulieferung funktioniert“. Wichtige Argumente, die jedoch kaum verhindern werden, dass die Autofahrer sich an das revolutionäre Konzept erst gewöhnen müssen. Vielen wird es auch nicht recht sein, dass eine wichtige Verkehrsachse blockiert wird.

Baubeginn im Sommer 2024?

Das genaue Timing ist noch nicht ganz sicher, wird jetzt erst ausgearbeitet: Mit den Bauarbeiten soll jedenfalls im Sommer 2024 im Anschluss an Gleisarbeiten begonnen werden. Und Ulli Sima will, „dass der erste Teil 2025 fertig wird“.

Bild unten: Die Pressekonferenz mit Stadträtin Ulli Sima, Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht und Verkehrsplaner Andreas Käfer (Bild: Steiner).

Hans Steiner
Chefredakteur