Volle Power für Schanigärten: City-Lokale pfeifen auf die Krise

zvg/WBB-Leser

Heizung runter, Licht ab, weniger lange und heiß duschen, Kochtopf nur mit Deckel nutzen…Die Liste an Spartipps ist lang. Zu recht – aufgrund von Teuerung, Inflation und Energiekrise ist aus dem Sparen wieder eine Tugend geworden. Doch nicht alle sind von der aktuellen Preislawine beeindruckt, wie uns aufgebrachte Leser berichten. Während die Wiener jeden Euro zweimal umdrehen, heizen manche City-Lokale ihren Besuchern ordentlich ein. Solidarität in entbehrungsreichen Zeiten sieht anders aus.

Energiefresser

Energiesparend sind die Heizstrahler keinesfalls. Ein handelsüblicher Heizstrahler hat einen durchschnittlichen Stromverbrauch von 2 Kilowatt pro Stunde. Damit könnte man sich zwei Stunden lang die Haare föhnen!

Den wenigen Gästen (siehe Bild) wird ordentlich „eingeheizt“. Auf jedem Schirm sind vier Heizstrahler montiert. Der verbrauchte Strom in einer Stunde entspricht dem Tagesbedarf eines durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushaltes (bei einem Jahresstromverbrauch von ca. 3.000 kWh)

Das sagt die Wirtschaftskammer

Peter Dobcak, Obmann der Gastronomie in der Wirtschaftskammer: „Man muss die Dinge in Relation sehen. Im Vergleich zu anderen Bereichen, in denen in Österreich Energie verschwendet wird, ist der Verbrauch der Heizschwammerl minimal. Es steht jedem Unternehmer frei, sich dafür zu entscheiden, wenn er dadurch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Umsätze generieren kann. Ich verwehre mich dagegen, schon wieder einen Konflikt auf dem Rücken der Gastronomen auszutragen.“