Für die Mehrheit der Wiener steht zu Ostern vor allem eines im Mittelpunkt: die Familie. 63 Prozent geben an, die Feiertage für gemeinsame Zeit mit ihren Liebsten zu nutzen. Weitere 10 Prozent feiern mit Freunden. Religiöse Motive spielen hingegen für knapp ein Viertel (24 Prozent) eine Rolle.
Bemerkenswert: 22 Prozent der Befragten verzichten ganz auf Osterfeiern – ein Zeichen dafür, dass sich Traditionen zunehmend wandeln.
Geschenke: Sparsam, aber nicht geizig
Auch beim Thema Ostergeschenke zeigt sich ein differenziertes Bild. Rund ein Viertel der Wienerinnen und Wiener (24 Prozent) gibt gar nichts aus. Die Mehrheit bewegt sich jedoch im unteren bis mittleren Preissegment: Jeweils 22 Prozent investieren bis zu 25 bzw. 50 Euro. Nur 10 Prozent greifen tiefer in die Tasche und geben mehr als 100 Euro aus.
Ostermärkte ziehen viele an
Die Wiener Ostermärkte bleiben ein beliebter Treffpunkt: 45 Prozent planen einen Besuch. Besonders gefragt ist der Ostermarkt vor Schloss Schönbrunn (27 Prozent), gefolgt von der Freyung (23 Prozent) und dem Markt Am Hof (10 Prozent). Kleinere Märkte punkten ebenfalls bei 15 Prozent der Befragten.
Mehr als die Hälfte (55 Prozent) verzichtet allerdings auf einen Marktbesuch.
Spaziergänge und Ostereiersuche hoch im Kurs
Neben kulinarischen Genüssen gehören klassische Aktivitäten weiterhin dazu:
79 Prozent treffen ihre Familie, 65 Prozent genießen Essen und Feiern. Für viele bleibt auch die Ostereiersuche ein Fixpunkt (51 Prozent).
Weniger verbreitet sind Kirchenbesuche (22 Prozent) und Ausflüge in Parks wie Prater oder Donauinsel (18 Prozent).
Ostern überwiegend in Wien
Die meisten Wiener verbringen die Feiertage in der Stadt: 55 Prozent bleiben überwiegend in Wien, während 28 Prozent teils verreisen. Nur 16 Prozent zieht es hauptsächlich aus der Stadt hinaus.
Auch gezielte Ausflüge innerhalb Wiens sind kein Selbstläufer: Nur 35 Prozent nutzen die Osterzeit dafür.
Öffis bleiben beliebt
Ein erfreuliches Ergebnis liefert die Umfrage bei den Öffis: 78 Prozent der Wienerinnen und Wiener zeigen sich zufrieden mit dem öffentlichen Verkehr. Nur jeder Fünfte äußert Unzufriedenheit.
Politische Stimmung: SPÖ bleibt vorne
Auch politisch liefert das Stadtbarometer klare Tendenzen. Wäre am kommenden Sonntag Wahl, läge die SPÖ mit 37 Prozent weiterhin auf Platz eins. Die FPÖ folgt mit 25 Prozent, während die Grünen bei 16 Prozent stabil bleiben. NEOS kommen auf 9 Prozent, die ÖVP auf 8 Prozent. Die KPÖ würde mit 3 Prozent den Einzug in den Gemeinderat erneut verpassen.
Bei einer fiktiven Direktwahl des Bürgermeisters hätte Amtsinhaber Michael Ludwig mit 47 Prozent die Nase klar vorne. Dominik Nepp käme auf 26 Prozent, gefolgt von Judith Pühringer mit 14 Prozent.
Leichte Verschiebungen, klare Verhältnisse
Studienleiter Christoph Haselmayer sieht vor allem stabile Verhältnisse mit leichten Bewegungen: Während die SPÖ ihre Spitzenposition behauptet, profitiert die FPÖ vom bundespolitischen Rückenwind. Die ÖVP hingegen kämpft weiterhin mit Gegenwind.