Anlässlich des Weltgesundheitstages 2026 setzen die Häuser zum Leben und die Pensionist*innenklubs für die Stadt Wien ein starkes Zeichen: Unter dem Motto der Weltgesundheitsorganisation „Together for health. Stand with science.“ wird deutlich gemacht, wie wissenschaftliche Erkenntnisse ganz konkret im Alltag älterer Menschen ankommen.

„Wie wir altern, ist auch eine Frage der Rahmenbedingungen.“

…betont Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Ziel sei es, in Wien Strukturen zu schaffen, die ein aktives, selbstbestimmtes und würdevolles Leben bis ins hohe Alter ermöglichen.

Gesundheit beginnt dort, wo das Leben stattfindet

Gesundheit ist kein abstraktes Konzept – sie entsteht im täglichen Leben. Genau hier setzen die Häuser zum Leben an. Mit niederschwelligen Angeboten wie Bewegungsprogrammen, sozialen Aktivitäten und interaktiven Workshops wird Gesundheit greifbar gemacht.

So lernen Senior*innen etwa, ihren Blutdruck selbst zu messen oder Gesundheits-Apps zu nutzen. Der Fokus liegt dabei auf einem ganzheitlichen Ansatz: Körperliches Wohlbefinden, geistige Fitness und soziale Einbindung gehen Hand in Hand.

Digitale Helfer für mehr Selbstständigkeit

Ein zentrales Thema ist die zunehmende Bedeutung digitaler Technologien. Im Sinne von „Active Assisted Living“ werden gezielt Anwendungen eingesetzt, die den Alltag erleichtern – von Orientierungshilfen bis hin zu Trainingsprogrammen für Gedächtnis und Mobilität.

Auch die Mitarbeiter*innen profitieren: Digitale Systeme unterstützen im Pflegealltag und schaffen Freiräume für persönliche Betreuung.

Geschäftsführer Christian Hennefeind sieht darin eine große Chance: „Mit 30 Häusern zum Leben in ganz Wien nutzen wir unsere Größe, um Qualität und Innovation miteinander zu verbinden.“

Virtuelle Reisen und neue Perspektiven

Besonders innovativ sind die Virtual-Reality-Angebote: Ob virtuelle Spaziergänge durch ferne Städte oder gezielte Trainings für Körper und Geist – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Entwickelt werden diese Anwendungen im eigenen VR-Lab. Für Simon Bluma, stellvertretender Geschäftsführer und Digitalisierungsexperte, steht fest:

„Neue Technologien eröffnen gerade im Alter enorme Chancen – entscheidend ist, dass sie verständlich und alltagstauglich eingesetzt werden.“

Auch für das Personal bieten VR-Anwendungen Vorteile, etwa bei realitätsnahen Trainings für herausfordernde Pflegesituationen.

Wissen teilen, Lebensqualität steigern

Neben praktischen Angeboten spielt auch der Austausch mit der Wissenschaft eine wichtige Rolle. Regelmäßige Fachvorträge und Diskussionsrunden mit Expert*innen bringen aktuelle Erkenntnisse direkt zu den Menschen.

Themen wie Demenzprävention, Ernährung oder Mobilität im Alter stehen dabei ebenso im Fokus wie oft vernachlässigte Bereiche – etwa Sexualität im Alter. Diese Veranstaltungen tragen dazu bei, Tabus abzubauen und einen offenen Zugang zu Gesundheit zu fördern.

Forschung als Motor für Innovation

Die Häuser zum Leben verstehen sich als Brücke zwischen Forschung und Praxis. Kooperationen mit Wiener Fachhochschulen ermöglichen es, aktuelle Studien direkt umzusetzen – etwa in Projekten zur Sturzprävention.

Auch auf europäischer Ebene ist man aktiv: In der Arbeitsgruppe „Wissenschaft und Forschung“ des European Social Network wird an neuen Ansätzen gearbeitet. Instrumente wie die Sozialraumanalyse helfen zudem, Angebote noch gezielter auf die Bedürfnisse der Menschen im Grätzl abzustimmen.

Weitere Informationen finden sich unter kwp.at/haeuser-zum-leben-bringen-wissenschaft-in-den-alltag

 

Fachvorträge und Diskussionsrunden fördern den Austausch zwischen Wissenschaft und gelebter Praxis.

Fachvorträge und Diskussionsrunden fördern den Austausch zwischen Wissenschaft und gelebter Praxis. | ©Häuser zum Leben/Karina Hurnaus