Wie gelingt älteren Menschen der selbstbestimmte Einstieg in die digitale Welt? Die Wiener Seniorenbeauftragte Sabine Hofer-Gruber widmete sich 2026 dieser Frage, um notwendige Unterstützungsangebote für die Generation 60 plus zu ermitteln.
Die Wiener Seniorenbeauftragte Sabine Hofer-Gruber setzte 2026 einen Jahresschwerpunkt zur digitalen Teilhabe älterer Menschen. Eine Befragung von 813 Wienern ab 60 Jahren zeigt eine hohe tägliche Internetnutzung von über 90 Prozent. Dennoch fühlt sich fast die Hälfte der Befragten durch den digitalen Wandel mitunter vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen.
Besonderer Unterstützungsbedarf zeigt sich bei Amtswegen, Internetsicherheit und dem Erkennen von Betrug. Die Seniorenbeauftragte Sabine Hofer-Gruber betont dazu: „Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich, dass ältere Menschen ganz unterschiedliche Unterstützung brauchen. Über 70-Jährige möchten häufig grundlegende digitale Kenntnisse aufbauen, bei den unter 70-Jährigen stehen hingegen oft Fragen zur Sicherheit im Netz im Vordergrund. Besonders Frauen benötigen gezielte Unterstützung. Die Angebote für Senior:innen müssen daher an den jeweiligen Bedürfnissen ansetzen – mit niederschwelligen Basiskursen, Sicherheitsschulungen und leicht zugänglichen Beratungsangeboten.“
Susanne Winkler, Geschäftsführerin des Fonds Soziales Wien: „Mit dem FSW-Expert:innen-Forum beleuchtet der FSW seit 20 Jahren wichtige gesellschaftliche Themen. Diesmal steht die Digitalisierung im Mittelpunkt. Digitalisierung ermöglicht es dem FSW, Abläufe zu vereinfachen und den Zugang zu unseren Angeboten zu erleichtern. Gleichzeitig bleibt mehr Zeit für persönliche Beratung und die individuell passende Unterstützung unserer Kund:innen.“
Experten diskutieren Lösungsansätze
Die Ergebnisse der Befragung wurden am 3. November 2026 beim 20. FSW-Expert:innen-Forum im Wiener Rathaus präsentiert. Fachleute diskutierten unter dem Titel „Digital für alle. In jedem Alter.“ über Barrierefreiheit und Technologien für ein selbstständiges Altern. Eröffnet wurde das Forum von Arabel Bernecker-Thiel, Susanne Winkler und Sabine Hofer-Gruber.
Die Detailergebnisse der Umfrage gibt es hier: Umfrage fit für die digitale Zukunft
Die Veranstaltung zeigte auf, wie wichtig die zielgerichtete Begleitung der älteren Generation im Alltag ist. Wien bietet dafür bereits zahlreiche spezielle Schulungen und Workshops an, die Unsicherheiten abbauen sollen.
Arabel Bernecker-Thiel, NEOS-Wien-Generationensprecherin: „Digitalisierung erleichtert den Alltag und verbindet die Menschen – aber nur, wenn sie an die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzer:innen angepasst ist. Am besten gelingt das, wenn ältere Menschen bereits in den Entwicklungsprozess eingebunden werden. Eine digitale Lösung, die für ältere Menschen passt, ist in Wirklichkeit für alle Generationen gut.“
Um die Senioren genau dort zu unterstützen, wo Unsicherheiten bestehen, gibt es in Wien zahlreiche Angebote, Schulungen und Workshops rund um Digitalisierung und digitale Teilhabe speziell für ältere Menschen. Alle Termine im Veranstaltungskalender: https://kalender.seniorinnen.wien/

