Wiener Frauenbefragung geht in den Endspurt

(C) PID/David Bohmann: „Wir reden nicht über, sondern mit Frauen. Bis 10. April kann jede Wienerin an der Frauenbefragung teilnehmen“, so Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gáal.

Die Pandemie hat das Leben aller verändert. Wie sehr sich die Corona-Krise auf die Lebensrealitäten der Wiener Frauen auswirkte, möchte die große Frauenbefragung „Wien, wie sie will“ erheben – das WIENER BEZIRKSBLATT berichtete. Mit einem persönlichen Brief möchte Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gáal Wiener Frauen zum Mitmachen einladen.

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Heldinnen der Krise

Sie sind die wahren Heldinnen der Krise – die Frauen. Nicht erst seit Beginn der Pandemie kommt tragen sie die Hauptlast der Arbeit. Leider oftmals unbezahlt. Denn trotz aller Errungenschaften der Moderne, sind Frauen weiterhin noch nicht in allen Bereichen Gleichgestellt. Sei es unbezahlte Arbeit in der Familie, schlechtere Bezahlung bei gleicher Arbeit oder verminderte Aufstiegschancen – veraltete Rollenbilder sind weiterhin in unserer Gesellschaft vorhanden.

Wie sich das Leben von Frauen verändert hat, welche Wünsche und Perspektiven Wiener Frauen haben, das möchte die Wiener Frauenbefragung „Wien, wie sie will.“ erfahren.

Besondere Post

Im Endspurt der Befragung erhalten rund 1.000 Wienerinnen ganz besondere Post. Ein handschriftlicher Brief von Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gáal lädt nochmals alle Wienerinnen ein, an der Befragung teilzunehmen: „Ich lade Sie herzlich ein: Nützen Sie die Chance – für das Wien, das Sie wollen.“

Mit 8. März hat die Frauenbefragung für alle Wienerinnen online gestartet. Damit ging „Wien, wie sie will“ in die zweite Runde. Beim ersten Teil der repräsentativen Befragung im Jänner, haben bereits rund 3.000 Frauen teilgenommen. Erste Analysen zeigten, dass Corona u.a. alte Rollenbilder verfestigte. Junge Frauen und Mädchen fühlen sich stärker belastet und nehmen verstärkt Spannungen wahr.

Wien, wie sie will

Noch bis 10.4. können alle Wienerinnen unter dem Motto „Wien, wie sie will“ auf frauenbefragung.wien.gv.at teilnehmen. Mindestens 5.000 Wienerinnen sollen im Rahmen der Befragung zu Themen wie etwa Bildung, bezahlte und unbezahlte Arbeit oder Freizeit befragt werden. Aus den Ergebnissen sollen dann konkrete Maßnahmen gesetzt werden, die in Zukunft Frauen und Mädchen der Stadt besser unterstützen sollen. „Wir reden nicht über, sondern mit Frauen“, so Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál.

Der Brief

Knapp vor dem „Finale“ für die große Frauenbefragung wird der persönliche Brief verschickt – darunter sind die Bezirksvorstehungen und Gemeinderätinnen, die Wiener Frauenberatungseinrichtungen, Wiener Vereine und Initiativen, die Projekte für Frauen und Mädchen in Wien anbieten, Initiativen aus den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt, Integration und Gesundheit und Wienerinnen, die an frauen- und gleichstellungspolitischen Themen und Aktivitäten des Frauenservice interessiert sind.

(C) PID