Winterzeit: Warum wir an der Uhr drehen

(C) Rastegar Arman: Auch die Wiener Würfeluhren werden auf Winterzeit umgestellt.

Die Temperaturen sinken, die Lebkuchenregale in den Supermärkten sind schon voll und die Tage werden kürzer – kurzum, der Winter naht. Der kommende Winter bringt auch die zweite Zeitumstellung mit sich – die Uhren müssen auf Winterzeit (oft auch als Normalzeit bezeichnet) umgestellt werden.

Winterzeit

Alljährlich zum letzten Oktoberwochenende werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. In der Nacht von Samstag, 30. Oktober auf Sonntag, 31. Oktober, wird am Rad der Zeit gedreht. Um 3:00 Uhr früh wird die Zeit auf 2:00 Uhr zurückgestellt. Für Nachtschwärmer bedeutet das eine Stunde länger feiern, für Langschläfer eine Stunde länger ausschlafen.

Durch die Umstellung wird es morgens zwar früher hell, aber die Tage scheinen auch „kürzer“ – denn die Dunkelheit bricht früher an.

Umstellung seit 1980

Die rund 200 öffentlichen Uhren in Wien werden mittels Funksignal oder GPS umgestellt. Auf Sommer- beziehungsweise Winterzeit wird in Österreich seit dem 6. April 1980 umgestellt. Die Umstellung erfolgt jeweils am letzten Sonntag im März und im Oktober. Während für die Sommerzeit eine Stunde „verloren“ geht – hier wird von 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr umgestellt – wird diese Stunde mit der Winterzeit wieder „nachgeholt“.

Als Auslöser für die Einführung der Sommerzeit gelten Energiesparmaßnahmen durch die Ölkrise des Jahres 1973. Das Tageslicht sollte so effektiver genutzt und Strom dadurch eingespart werden. In den USA, Australien und Kanada nennt man die Sommerzeit in Analogie dazu auch „Daylight Saving Time“.

Das Europäische Parlament stimmte im Jahr 2019 für eine Abschaffung der Zeitumstellung. Derzeit werde in der EU ausverhandelt, welche Zeit als europäische „Normalzeit“ gelten solle – die Winterzeit oder die Sommerzeit.