Mehrere Stunden Kampf

Das Herz! Ärzte retten Patienten mit Hightech-Eingriff

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Jeder Schritt wurde zur Qual, die Luft blieb weg, die Brust schmerzte. Für Roland Leitner war der Alltag zuletzt von einer ständigen Angst begleitet: Wie viel Belastung hält sein Herz noch aus? Dann wagten Ärzte einen hochkomplexen Eingriff – mit internationaler Hilfe.

Ein kurzer Spaziergang. Ein paar Stufen. Ganz normale Dinge, die für die meisten Menschen selbstverständlich sind. Für Roland Leitner wurden sie zunehmend zur Herausforderung. Schon bei leichter körperlicher Belastung bekam der Patient Brustschmerzen und Atemnot.

Ein schwieriger Fall

Der Grund war ein chronisch vollständig verschlossenes Herzkranzgefäß. Ein besonders schwieriger Fall: Wo das Gefäß verläuft, ist hinter dem Verschluss oft kaum erkennbar. Ein gewöhnlicher Katheter-Eingriff reicht hier nicht aus.

In der Klinik Ottakring begann deshalb ein medizinischer Wettlauf mit Millimeter-Arbeit. Das Team rund um Kardiologie-Chef Alexander Geppert musste sich mit speziellen Katheter-Techniken durch den langen Verschluss arbeiten. Dabei wurde jeder Schritt laufend neu beurteilt und die Strategie angepasst.

Internationale Unterstützung

Für diesen besonders schwierigen Eingriff kam auch internationale Expertise nach Wien: Gemeinsam mit dem japanischen Herzspezialisten Prof. Masahisa Yamane arbeitete das Team direkt am Kathetertisch. Wiener Erfahrung traf auf internationale Spezialtechnik.

Der entscheidende Durchbruch

Dann gelang der entscheidende Durchbruch: Das chronisch verschlossene Gefäß konnte wieder eröffnet werden. Zur Stabilisierung setzten die Ärzte medikamentenbeschichtete Stents und Ballons ein. Sie sollen verhindern, dass sich das Gefäß erneut verengt.

Professor Alexander Geppert mit dem glücklichen Patienten Roland Leitner (Bild: WIGEV/Paul Löschnauer).

Für Roland Leitner bedeutet dieser medizinische Erfolg weit mehr als eine erfolgreiche Operation. Sein Alltag hat sich verändert. Die Schmerzen sind deutlich zurückgegangen, die Atemnot ist weniger geworden – und die körperliche Leistungsfähigkeit ist zurück.

„Ich merke den Unterschied jeden Tag. Ich kann mich wieder bewegen, ohne Schmerzen und ohne ständig außer Atem zu sein“, erzählt der Patient.

Ende gut, alles gut

Was hinter den Kulissen ein mehrstündiger, hochkomplexer Eingriff mit modernster Kathetertechnik und internationaler Expertise war, fühlt sich für ihn heute vor allem wie eines an: ein Stück zurückgewonnenes Leben.

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