Margaretenstraße 31

Wiedner Gemeindebau nach Herma Nothelfer benannt

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Die städtische Wohnhausanlage in der Margaretenstraße 31 trägt ab sofort den Namen Herma-Nothelfer-Hof. Damit würdigt die Stadt Wien eine engagierte Sozialdemokratin und Widerstandskämpferin der Bezirkspolitik.

Die Wohnhausanlage in der Margaretenstraße 31 auf der Wieden wurde kürzlich offiziell nach Herma Nothelfer benannt. Mit dieser Hofbenennung ehrt die Stadt eine Frau, die sich während des Austrofaschismus und der NS-Diktatur im Widerstand engagierte. Später gestaltete sie als erste Bezirksvorsteher-Stellvertreterin über Jahrzehnte die lokale Politik mit.

„Herma Nothelfer hat ihrem Namen alle Ehre gemacht: Sie half Menschen, die durch politische Verfolgung in Not geraten waren, und engagierte sich selbst während der NS-Diktatur im Widerstand. Nach dem Krieg wurde sie als erste Bezirksvorsteher-Stellvertreterin der Wieden zu einer Wegbereiterin für Frauen in der Wiener Kommunalpolitik. Mit der Hofbenennung erinnern wir an eine Frau, die Mut bewiesen, anderen geholfen und gesellschaftliche Veränderungen mitgestaltet hat“, betont Frauen- und Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch.

Vom Widerstand in die Kommunalpolitik

Herma Nothelfer wurde am 24. Mai 1911 geboren und setzte sich schon in der Jugend für politisch Verfolgte ein. Nach 1945 half sie beim Wiederaufbau der SPÖ-Wieden und war von 1969 bis 1973 die einzige Frau unter den Wiener Bezirksvorstehern und Stellvertretern.

Der neu benannte Herma-Nothelfer-Hof wurde umfassend saniert. Stadt Wien/Martin Votava

„Herma Nothelfer war über Jahrzehnte eng mit der Wieden verbunden und hat die Entwicklung unseres Bezirks als Bezirksrätin und Bezirksvorsteher-Stellvertreterin mitgestaltet. Ihr politischer Einsatz ist ein wichtiger Teil unserer Bezirksgeschichte. Mit der Benennung eines Gemeindebaus nach ihr sorgen wir dafür, dass die Erinnerung an diese bemerkenswerte Wiednerin auch für kommende Generationen lebendig bleibt“, erklärt Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl.

Umfassende Sanierung des Wohnhauses

Die Anlage aus den 1970er-Jahren verfügt über 18 Wohnungen und wurde im September 2026 umfassend saniert. Durch die Erneuerung von Fenstern, Dach und Dämmung sank die Heizlast um 76 Prozent, während ein historisches Fassadenmosaik restauriert wurde.

„Unsere Gemeindebauten sind auch ein Stück Wiener Stadtgeschichte. Mit ihren Namen erinnern sie an Persönlichkeiten, die das Leben in unserer Stadt geprägt haben. Gerade bei Herma Nothelfer ist die Verbindung besonders passend: Der Gemeindebau entstand in jenen Jahren, in denen sie als erste Bezirksvorsteher-Stellvertreterin für die Menschen auf der Wieden tätig war“, so Katharina Klement, interimistische Direktorin von Wiener Wohnen.

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