Seit Jahren scheidet die Freifläche neben der großen Veranstaltungshalle die Geister. Die einen sehen eine “wilde Gstättn” darin, für andere ist es ein “friedlicher und selbstverwalteter Kulturort”. “Es entwickelten sich niederschwellige Orte des Zusammenkommens & der Begegnung, die vielen Menschen mittlerweile als gelebte Utopien bekannt sind”, so Valentina Hill von “St. Marx für Alle”.
Nur zeitlich begrenzt
Andererseits war immer klar, dass die kulturelle Nutzung nur zeitlich begrenzt ist. Daran hat die Wien Holding als Eigentümerin keinen Zweifel gelassen, zumal auf dem Gelände die neue Event-Arena geplant ist. Hier laufen die Gespräche zur Umsetzung gerade. Durchaus überraschend war jedenfalls der Einsatz der Polizei mit der vollständen Räumung. Zudem wurde das Gelände eingezäunt.
Ende des “magischen Ortes”
Nunmehr soll der Bereich als Bau- und Logistik-Fläche für das Life-Science-Center und später für die Event-Arena verwendet werden. Für die Aktivisten ist sie das Ende des “belebten magischen Ortes”. Sie kritisieren, dass mit ihnen nicht geredet wurde: “Schleierhaft, wer diese
Räumung verordnet hat und warum diese unangekündigt passieren musste”, so Hill.

Der Abtransport ist besiegelt (Bild: St. Marx für Alle).

Die Polizisten vor dem “wilden Dorf” in St. Marx, ehe geräumt wurde (Bild: St. Marx für Alle).