In Wien gibt es beachtlich viele sportliche Autolenker: Im Vorjahr wurden im Bundesländer-Vergleich die meisten SUV neu zugelassen. Wobei die Bezirksverteilung sehr unterschiedlich ist.

Obwohl in vielen Bezirken wenig Platz ist und es noch weniger Parkplätze gibt, steigt in der Stadt die Zahl der SUV- und Geländewagen-Fahrer. Wobei: „Vier von zehn SUV sind Plug-In-Hybride oder E-Pkw. SUV haben einen höheren Energieverbrauch als vergleichbare herkömmliche Modelle“, betont der Verkehrsklub VCÖ. Mit 23.887 wurden im Vorjahr in Wien so viele SUV und Geländewagen wie noch nie neuzugelassen. Wobei acht von zehn auf Firmen oder andere juristische Personen gehen.

Großes Gefälle in Bezirken

Hochinteressant ist die SUV-Verteilung in den Bezirken. Mit 54 % ist der 1. Bezirk führend – und damit beispielsweise höher als der Waldviertler Bezirk Gmünd (43 %) oder der reiche Ort Kitzbühel (47 %). Am niedrigsten – das könnte der Bevölkerungs- und Einkommensstruktur geschuldet sein – sind die SUV-Neuzulassungen in Ottakring (31 %) und der Leopoldstadt (33 %). Hier die Daten:

Die fünf Bezirke mit dem mit dem niedrigsten SUV-Anteil (Anteil SUV und Geländewagen an den Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2023, in Klammer Anzahl):
Ottakring: 31,2 Prozent (459)
Leopoldstadt: 33,2 Prozent (966)
Rudolfsheim-Fünfhaus: 37,0 Prozent (282)
Donaustadt: 41,7 Prozent (3.492)
Döbling: 43,9 Prozent (975)

Die fünf Bezirke mit dem höchsten SUV-Anteil (Anteil SUV und Geländewagen an den Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2023, in Klammer Anzahl):
Innere Stadt: 54,0 Prozent (919)
Alsergrund: 53,2 Prozent (226)
Meidling: 51,3 Prozent (1.874)
Hietzing: 50,0 Prozent (530)
Landstraße: 49,8 Prozent (1.593)

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2024

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Hans Steiner
Chefredakteur