COVID-Regeln Wien: „Gehen Wiener Weg der Sicherheit weiter“

(C) C.Jobst/PID: Bürgermeister Michael Ludwig zur aktuellen COVID-Situation in Wien.

Bürgermeister Ludwig beriet sich am Donnerstag, 21. Oktober, mit Expertinnen und Experten über weitere COVID-Maßnahmen für die Bundeshauptstadt.

Pandemie ist nicht vorbei

„Auch wenn manche Mitglieder der Bundesregierung schon im Sommer das Ende der Pandemie verkündeten“, so der Bürgermeister. Die Infektionszahlen zeigen, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist. Im Sommer war man sich in Wien bewusst, nach Rücksprache mit verschiedenen Expertinnen und Experten, dass das sommerliche „Infektionsplateau“ eine saisonale Erscheinung war. Daher habe man in Wien schon im Sommer strengere Maßnahmen getroffen.

Sicheren Weg für Wien

Die strengeren Maßnahmen in Wien (2G in der Nachtgastro, 2,5G-Regel für Gastro, flächendeckende FFP2-Maskenpflicht) zeigten sich als effektiv. „Der Anstieg der Infektionen wurde gedämpft“, so Dr. Michael Binder, ärztlicher Direktor des Wiener Gesundheitsverbunds.

Nach den Beratungen mit dem COVID-19-Beraterstab habe man sich dazu entschloßen die geltenden Wiener Maßnahmen beizubehalten. Denn empirisch haben sich die Wiener COVID-Regeln als effektiv bewiesen. Die aktuelle Infektionsdynamik weiße einen starken Trend nach oben vor. Dies sei kein vorübergehender Effekt, sondern eine ernstzunehmende Dynamik. Bürgermeister Michael Ludwig: „Wir in Wien treffen wissensbasierte Entscheidungen. Wir gehen den Wiener Weg der Sicherheit im Sinne der Gesundheit der Bevölkerung weiter.“

Vermehrt Jüngere von Long Covid betroffen

Die Belegung der Spitäler zeige, dass die Patientinnen und Patienten die aufgrund einer COVID-19 Infektion hospitalisiert werden müssen, immer jünger werde. Vor allem ungeimpfte Personen müssen ins Krankenhaus. 8 von 10 der Hospitalisierten seien nicht geimpft, auf den Intensivstationen seien 9 von 10 Personen nicht geimpft.

Um die Impfquote nochmals zu erhöhen, werde man auf besondere Ansprache von Zielgruppen setzen. So herrschen derzeit viele Ängste bei schwangeren Frauen bzw. Frauen, die vorhaben schwanger zu werden, rund um die COVID-19-Schutzimpfung. Man werde mit Expertinnen versuchen, die Ängste der Frauen ernst nehmen und hier Aufklärungsarbeit leisten.

Auffrischungsimpfung

@Robert Peres: Auch heuer soll mit der Impfbim die kostenlose Grippeimpfung angeboten werden.

Zwar herrsche mit einer vollen Immunisierung durch die COVID-19-Schutzimpfung ein guter Schutz, der Effekt lässt allerdings mit der Zeit nach. Um den Schutz vor COVID-19 zu erhalten, seie eine Auffrischungsimpfung sehr empfehlenswert. Die Stadt Wien wird dazu die Bevölkerung schrittweise postalisch über die Booster-Impfung informieren.

Weiters machte der Bürgermeister auf die aktuelle Grippe-Imfaktion der Stadt aufmerksam. Denn auch Grippe sei eine ernstzunehmende Erkrankung, die jährlich zu Hospitalisierungen und Todesfällen führen kann. Der beste Schutz gegen die Influenza ist eine Impfung.

Die Stadt hat mit der letztjährigen gratis Grippe-Impfung die Impfquote gegen Grippe von 8% auf 25% gesteigert. Die kostenlose Grippe-Impfung startet ab 2. November, Anmeldungen sind dazu ab 25. Oktober möglich. Ab Dezember soll auch wieder die Impfbim fahren.